Margot Kässmann | © Andrea Moresino
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Margot Kässmann | © Andrea Moresino

«Auf meinem Grabstein soll bloss mein Name stehen – da muss ich nicht auch noch Sprüche machen»

12.3.15 (kath.ch) So die evangelischen Theologin Margot Kässmann auf der Leipziger Buchmesse bei der Vorstellung ihres Buches «Das Zeitliche segnen». Die 56-Jährige fühlt sich nicht zu jung, um über den Tod zu schreiben: «Es tut gut, ans Sterben zu denken – für das Leben!»

Wenn Kinder und Eltern es wagten, auch den eigenen Tod zu thematisieren, erklärte die evangleisch-lutherische Theologin weiter, fänden sehr oft intensive und gute Gespräche statt. Es sei auch in mehrfacher Hinsicht gut, ein Testament zu machen: «Ein Testament ist ein Ort für kleine Gesten, um mit Menschen Frieden zu machen.»

«Zum Abschied von einem Meschen gehören Trauerrituale und Zeremonien», betonte die Theologin. Deshalb spreche sie sich auch gegen das anonyme Verstreuen der Asche eines Toten aus. (kna)

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