Fussball-WM in Mexiko, USA und Kanada steht vor der Tür. pixabay.com CCO
Schweiz

Coacht der Heilige Luigi zum Fussball-Sieg?

Seit 2010 haben Fussballspielerinnen und -spieler sowie Fans einen himmlischen Helfer: Der Heilige Luigi Scrosoppi gilt als Patron des Fussballs und steht bei jedem Spiel im Einsatz.

Christof Klingenbeck

Für fast jeden Beruf und Lebensbereich hält die katholische Kirche einen Schutzpatron bereit. Der Österreicher Manfred Pesek entdeckte im Vorfeld der Fussball-WM 2010, dass da noch eine Lücke klafft: Er vermisste einen Fussballschutzpatron. Pesek machte sich auf die Suche und wurde fündig. Die Wahl fiel auf den 2001 heilig gesprochenen Aloisius Scrosoppi aus Udine, oft wird er Luigi genannt.

Gründer eines Waisenhauses

Der Überlieferung nach galt er vielen Kindern und Jugendlichen als Glaubensvorbild.
Als Mitglied des Franziskanerordens baute der Priester Luigi in Udine um 1830 ein Waisenhaus für Mädchen auf. Später eröffnete er ein Heim für taubstumme Mädchen und kümmerte sich stets um die Ärmsten in seiner Stadt. Sein Leben sei geprägt gewesen von Arbeit, Leiden und Schweigen. 80jährig starb Luigi 1884 in seiner Heimatstadt Udine.

Sektion Sport im Vatikan

Der begeisterte Sportsmann Papst Johannes Paul II. hat im Jahr 2004 die eigene Sektion Sport im päpstlichen Rat für die Laien gegründet. Dieses weltkirchliche Forum sollte den Dialog zwischen Kirche und Sport stärken. Der Rat war bis vor ein paar Jahren zusammen mit den ortsansässigen Bischöfen mitverantwortlich, dass ein Heiliger zu einem bestimmten Schutzpatron ernannt wird. Der Kärntner Geschäftsmann Pesek hatte unzählige Heilige danach untersucht, ob sie gut für Kinder sorgten.

Die Spielerinnen der Fussball-Damenmannschaft aus dem Vatikan halten die vatikanische Flagge in die Höhe.
Die Spielerinnen der Fussball-Damenmannschaft aus dem Vatikan halten die vatikanische Flagge in die Höhe.

Die Wahl fiel schliesslich auf Aloisius «Luigi» Scrosoppi So reichte Pesek 2010 den zuständigen Verantwortlichen ein Vorschlag ein, Luigi als Fussballpatron zu küren.
Diese Eingabe hatte Erfolg: So ernannten der Kärtner Diözesanbischof sowie der Erzbischof von Udine in Abstimmung mit der vatikanischen Stelle Sektion Sport den Heiligen Luigi offiziell zum Schutzpatron der Fussballerinnen und Fussballer: Am 22. August 2010 wurde in einem feierlichen Gottesdienst in Pörtschach am Wörthersee eine Statue vom Fussballheiligen eingeweiht.

Welcher Mannschaft hilft der Heilige Luigi?

Nicht selten zeigen Fussballspielerinnen und -Spieler bei einem Torjubel mit den beiden Zeigfingern zum Himmel. Ob es ein Zeichen des Dankes an den Fussballschutzpatron ist? Sicher ist: Der Fussball überwindet viele Grenzen zwischen den Gesellschaftsschichten und Nationen. Im Sinn des Heiligen Luigi bietet dieser Sport vielen Kindern und Jugendlichen eine Perspektive in ihrem Leben. Das Spielt lehrt, Werte wie Respekt und Teamgeist zu leben.

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Ja, und welche Mannschaft coacht nun unser Fussball-Heiliger jeweils zum Sieg? Am Sonntagabend werden wir es wissen, wenn der Frauenfussball-EM-Final entschieden ist.


Fussball-WM in Mexiko, USA und Kanada steht vor der Tür. pixabay.com CCO | © pixabay.com CCO
27. Juli 2025 | 12:00
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