Brandkatastrophe in Crans-Montana: Bund plant nationalen Trauertag
Kommenden Freitag ist ein nationaler Gedenktag für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana geplant. Als Zeichen der Verbundenheit sollen um 14 Uhr alle Kirchenglocken in der Schweiz läuten. Auch eine Schweigeminute ist vorgesehen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird an einem Gedenkanlass in Crans-Montana teilnehmen.
Barbara Ludwig
Die Schweiz steht weiter im Bann der Brandkatastrophe von Crans-Montana, bei der in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben kamen und weitere 116 zumeist schwer verletzt wurden. Kommenden Freitag plant der Bund zusammen mit den Schweizer Kirchen einen nationalen Trauertag. Dies kündigte Bundespräsident Guy Parmelin in Interviews mit der «Sonntagszeitung» und dem «Sonntagsblick» an.
Als Zeichen der Verbundenheit sollen um 14 Uhr schweizweit die Kirchenglocken läuten. Zudem sei für diesen Zeitpunkt eine bundesweite Schweigeminute vorgesehen. «In diesem Moment der Stille können alle Menschen in der Schweiz – und weltweit – persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken», so Parmelin in der «Sonntagszeitung».
Macron reist an Trauerfeier mit Parmelin und Walliser Behörden
Ebenfalls um 14 Uhr wird in Crans-Montana eine Trauerfeier beginnen. Zusammen mit einer Delegation des Bundesrates und mit Vertretern der Walliser Behörden werde er daran teilnehmen, kündigte Parmelin an.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird am Gedenkanlass teilnehmen. Er werde dazu persönlich in die Schweiz reisen, teilte eine Sprecherin der französischen Regierung laut der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag mit. Welche anderen ausländischen Delegationen an der Trauerfeier ebenfalls teilnehmen werden, ist noch nicht bekannt.
Diese nationale Trauerfeier ist nicht die erste Feier, die dem Gedenken der Opfer gewidmet ist.
Gedenkgottesdienste
Bereits am Abend des Neujahrstags fand in der Kirche von Crans-Montana eine Gedenkmesse unter der Leitung des Bischofs von Sitten, Jean-Marie Lovey, statt, an der rund 400 Menschen teilnahmen. Am Sonntagvormittag, 4. Januar, haben Hunderte von Menschen in einer Messe in der Chapelle Saint-Christophe in Crans der Opfer der Brandkatastrophe gedacht.
Der Messe stand der Bischof von Sitten vor, der auch die Predigt hielt. Zwei Vertreter der reformierten Kirchen hielten Ansprachen. Ebenfalls präsent waren der Westschweizer Bischof und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Charles Morerod, Jugendbischof Alain de Raemy und der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain. Das Schweizer Fernsehen übertrug den Gottesdienst live, zu sehen war er auch auf kath.ch.
Kommenden Mittwoch feiert die Pfarrei Brig im Oberwallis einen Gedenkgottesdienst. Die Initiative dazu ergriffen habe das Seelsorgeteam des Glaubensraums Brig-Glis-Naters-Mund auf Anregung von Gläubigen, sagte Richard Lehner, Generalvikar für den deutschsprachigen Teil des Bistums Sitten, am Sonntag gegenüber kath.ch. (Anzahl der Verletzten korrigiert: 116 und nicht 119, 6.1.26, bal)
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