Bluttat in Aschaffenburg: Kirchen offen für Gebete
Am Mittwoch hat im deutschen Aschaffenburg ein Mann eine Kita-Gruppe angegriffen und ein Kind und einen Passanten getötet. Die grossen christlichen Kirchen bieten Raum für Trauer und Gespräche. Der Bedarf scheint gross.
Nach der Bluttat in einem Aschaffenburger Park machen die Kirchen der Stadt Angebote für Gespräche und Gottesdienste. Im ökumenischen Kirchenladen «Sinn-Schätze» stehen am Donnerstag und Freitag Seelsorgerinnen und Seelsorger zum Gespräch bereit.
Gottesdienste und Seelsorge
Am Donnerstagabend soll es in der evangelischen Pauluskirche einen Gottesdienst geben. Aschaffenburgs Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD) zufolge ist am Sonntag um 10.30 Uhr eine Trauerfeier in der katholischen Stiftsbasilika, der ältesten Kirche der Stadt, geplant. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Kommen angekündigt.
Bereits wenige Stunden nach der Tat hatten am Mittwochabend mehr als 100 Menschen die Stiftsbasilika aufgesucht, um sich zu sammeln und zu beten. Dabei seien die schrecklichen Vorfälle immer wieder zur Sprache bekommen, hiess es. Peter Müller vom Vorbereitungsteam des ökumenischen «Time Out»-Gottesdienstes sagte: «Wir brauchen jetzt keine Trommler, die Angst und Hass schüren, sondern Menschen, die Licht in die Welt tragen, damit die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben nicht untergeht.»
Am Mittwoch kurz vor Mittag hatte ein 28-jähriger Afghane mit einem Messer eine Kita-Gruppe im Schöntal-Park angegriffen. Dabei soll er einen zweijährigen Jungen marokkanischer Herkunft und einen 41 Jahre alten Passanten getötet haben. Ein zweijähriges syrisches Mädchen, ein 72-jähriger deutscher Mann und eine 59 Jahre alte Erzieherin wurden nach Polizeiangaben zum Teil schwer verletzt. Nach aktuellen Informationen sind sie ausser Lebensgefahr. (kna)
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