Blutreliquie von Johannes Paul II. wird in Rom ausgestellt

Rom, 26.4.11 (Kipa) Zur Seligsprechungsfeier von Johannes Paul II. wird am 1. Mai im Vatikan auch eine Reliquie des früheren Papstes ausgestellt. Es handle sich um eine von vier Blutproben, die dem schwerkranken Kirchenmann zur Vorbereitung einer möglichen Bluttransfusion abgenommen worden waren, teilte das vatikanische Presseamt am Dienstag mit.

Die Proben waren der zuständigen und vom Vatikan beauftragten Abteilung im römischen Bambino-Gesu-Krankenhaus zugeleitet worden; zu einer Blut-Transfusion kam es jedoch nicht.

Das Blut sei in vier kleinen Gefässen aufbewahrt worden, heisst es in dem Vatikankommunique. Zwei habe der einstige Papst-Sekretär und heutige Krakauer Kardinal, Stanislaw Dziwisz, erhalten. Zwei seien bei den Ordensschwestern des Krankenhauses geblieben und von ihnen «hingebungsvoll» aufbewahrt worden.

In zwei Reliquiare eingesetzt

Die bei den römischen Krankenhaus-Schwestern befindlichen Ampullen seien jetzt in zwei Reliquiare eingesetzt worden, teilt der Vatikan weiter mit. Während der Seligsprechung durch Papst Benedikt XVI. wird eine davon ausgestellt und kommt danach in das «Sacrario», in dem unter Aufsicht des päpstlichen Zeremonienamtes unterschiedliche Reliquien aufbewahrt werden.

Das zweite Reliquiengefäss gehe wieder an die Ordensfrauen von «Bambino Gesu». Das Blut befinde sich in flüssigem Zustand, weil ihm nach der Abnahme eine blutgerinnungshemmende Substanz hinzugefügt worden war, stellt die Vatikan-Erklärung klar.

In Krakau wurde vergangene Woche bekannt, dass eine der beiden Blutreliquien, die bislang in Dziwiszs Besitz sind, in die neue Johannes-Paul-II.-Kirche in einem Aussenbezirk der südpolnischen Stadt kommen soll, die am 11. Juni geweiht wird.

(kipa/cic/job)

26. April 2011 | 16:28
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