Charles Morerod | © Jacques Berset
Schweiz
Charles Morerod | © Jacques Berset

Bischof Morerod erwartet noch einige Überraschungen von Papst Franziskus

Freiburg, 13.3.18 (kath.ch) Papst Franziskus überrascht immer wieder von Neuem. Der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Charles Morerod, geht davon aus, dass Franziskus noch einiges an Überraschungen bereit hält. Franziskus ist am 13. März fünf Jahre im Amt.

Als eine der bedeutendsten Aktionen des aktuellen Papstes bezeichnet der Präsident der Bischofskonferenz gegenüber kath.ch die Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens «Evangelii Gaudium» (Die Freude des Evangeliums), in welchem der Papst die Freude und alles, was mit ihr zusammenhänge, zum Thema machte.

Zudem werde seine Enzyklika «Laudato Si» eines der wichtigsten Dokumente des Pontifikats bleiben. Morerod verglich das Schreiben in seiner Bedeutung mit der Enzyklika von Papst Leo XIII., «Rerum Novarum». Diese Enzyklika, veröffentlicht im Jahr 1891, war der erste einer ganzen Reihe von Texten, erklärte der Bischof.

Als logische Entwicklung seines Denkens habe Papst Franziskus die Bedeutung der Bischofskonferenzen aufgewertet. Morerod geht davon aus, dass der Papst mit seinen Neurungen «wahrscheinlich nicht am Ende ist».

Der Franziskus-Effekt

Einen Franziskus-Effekt macht der Präsident der Bischofskonferenz in der Schweiz aus. Die zweite Enzyklika von Papst Franziskus «Laudato Si» sei «eine ausserordentliche Gelegenheit für das Gespräch mit Leuten, die sich normalerweise für die Kirche nicht interessieren», so Bischof Morerod.

Wenn er mit Gläubigen rede, erkenne er einen Franziskus-Effekt vor allem bei Fragen, welche die Familie betreffen. Und Morerod zeigt sich zuversichtlich in Bezug auf Papst Franziskus: «Er kann immer überraschen! Zum Beispiel: Bald kommt er zu uns in die Schweiz.» (gs)

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