Bischof Gmür: «Papst Leo will der Synodalität nun eine Form und Ordnung geben»
Papst Leo XIV. ist seit mehr als 100 Tagen an der Spitze der katholischen Kirche. Was denken Schweizer Kirchenvertreter über die Person des Heiligen Vaters? Bischof Felix Gmür vom Bistum Basel äussert sich erwartbar zum neuen Papst – und überrascht gleichzeitig: Leos Handeln in Sachen Synodalität komme der Schweizer Mentalität entgegen.
«Papst Leo XIV lebt sich noch in seinem Amt ein, er überstürzt nichts, sondern hört genau hin und geht strukturiert vor», sagt Bischof Felix Gmür gegenüber der «Luzerner Zeitung» zu den 100 Tagen im Amt von Papst Leo XIV. Dabei stütze sich Papst Leo auf die Teams in der Kurie – «eine gute Grundlage für das gemeinsame Arbeiten», so der Bischof des Bistums Basel.
Zentrales Thema: Frieden
Als zentrale Programm von Papst Leo XIV. nennt Gmür das Thema Frieden: «Leo XIV. scheut politische Aussagen nicht». So habe der Papst die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen gefordert ebenso wie Hilfe für die dort Hungernden.
«Papst Franziskus öffnete die Türen und gab den Anstoss zur Synodalität.»
In Sachen Synodalität und für die Kirche in der Schweiz könnte das Pontifikat des neuen Papstes viel bedeuten: «Papst Franziskus öffnete die Türen und gab den Anstoss zur Synodalität», so Gmür. «Papst Leo will der Synodalität nun eine Form und Ordnung geben. Das kommt der Schweizer Mentalität entgegen.» (woz)
*Dies sagte Felix Gmür in der «Luzerner Zeitung».
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