Jugend | © pixabay.com josemdelaa CC0
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Jugend | © pixabay.com josemdelaa CC0

Bischöfe Europas veröffentlichen Botschaft zu Jugendsynode

Minsk, 2.10.17 (kath.ch) Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat zum Abschluss der Vollversammlung in Minsk am Sonntag eine Botschaft zu ihren Schwerpunktthemen «Jugend» und «Europa» veröffentlicht. «Die Kirche liebt Europa und glaubt an seine Zukunft», heisst es darin. An den Beratungen nahm als Schweizer Vertreter Bischof Charles Morerod teil.

Die «Botschaft der Hoffnung für die Zukunft des europäischen Kontinents» wolle ein Kontrapunkt zu Populismus, geschlossenen Grenzen und Mangel an Vertrauen in das EU-Projekt sein, wurde bei der Präsentation betont. «Wir glauben an einen fortlaufenden Weg der Versöhnung, der nicht nur einer der Geschichte, sondern auch einer des aktuellen Lebens ist, und dass dieser Weg zu Respekt und zu Wertschätzung verschiedener Traditionen und Religionen, im Gegensatz zu allen Formen des Extremismus, führt», schreiben die Bischöfe.

Migration auch Thema

Migration war eines jener Themen gewesen, das von den Bischöfen in kleinen Arbeitsgruppen und Plenarsitzungen diskutiert worden war. Aus unterschiedlichen Blickwinkeln und unterschiedlichen geografischen Perspektiven behandelt wurden auch die Themen Vereinzelung, moderne Arbeitswelt, Arbeitslosigkeit, Wegwerfkultur, Handel mit Waffen und mit Menschen sowie Terrorismus.

Neue Generationen ins Zentrum rücken

Zentralen Platz nahm das Thema Jugend ein. «Jugend und Kirche» ist auch der Fokus der nächsten Weltbischofssynode 2018. Die Bischöfe betonten in Minsk, dass das Nachdenken über die Zukunft des Alten Kontinents heute bedeute, mehr Augenmerk auf neue Generationen zu richten. Sie teilten mit, wie die vorsynodale Online-Befragung über die Situation in den verschiedenen europäischen Ländern laufe. Die Diskussionsbeiträge wurden in einem Dokument zusammengefasst. Es wird jetzt dem Synodensekretariat als Beitrag des CCEE zugestellt.

Kirche betont das Ja.

«Die Kirche glaube fest an die jungen Menschen, hat Wertschätzung und Vertrauen in sie, als Mutter, die für ihre Kinder sorgt». Sorge bereite die «Flüchtigkeitskultur», die Jugendliche auf verschiedenen Ebenen atmeten. Sie konkretisiere sich in einer «individualistischen Erschöpfung», die Unsicherheit und Einsamkeit hervorrufe. Die Kirche betone in dieser Situation das «grosse Ja» – «Ja zum Leben, Ja zur Liebe, Ja zur Freiheit, Ja zur Freude, Ja zu Christus», so der CCEE. (kap)

Morerod plant Jugendsynode mit

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