Betticher, Driessen-Reding und Iten diskutieren über die Missbrauchskrise
Laut Kardinal Marx ist die katholische Kirche an einem toten Punkt. Die Missbrauchskrise belastet die katholische Kirche massiv. Welche Antworten sollte die Schweizer Kirche geben? Die Paulus-Akademie und kath.ch laden am 8. März zu einer Diskussion ein.
«Macht, Missbrauch, Verantwortung in der katholischen Kirche – Selbstreflexion eines Priesters.» So heisst ein Buch, das Nicolas Betticher geschrieben hat. Er ist ehemaliger Generalvikar des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg und mittlerweile Priester des Bistums Basel.
Aufarbeitung des Missbrauchskomplexes in der Schweiz
In seinem Buch behandelt Betticher Themen, die zu den grössten Herausforderungen der katholischen Kirche zählen: die Missbrauchskrise sowie die Frage von Macht, Gewaltenteilung, Klerikalismus und Synodalität.
«Ich habe als Offizial alle Missbrauchsfälle protokolliert, die mir gemeldet wurden. Aber früher war es gang und gäbe, heikle Gespräche nur mündlich zu führen. Von daher liefern die Akten nur einen Teil der Wahrheit», sagte Nicolas Betticher letztes Jahr zu kath.ch. Die Aufarbeitung des Missbrauchskomplexes in der Schweiz stehe erst am Anfang.
Aufarbeitung, Intervention, Prävention
Zusammen mit der Zürcher Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding und der Präventionsbeauftragten des Bistums Chur, Karin Iten, diskutiert Nicolas Betticher, welche Reformen notwendig sind – und welche Antworten die Schweizer Kirche geben sollte. Denn nicht nur bei der Aufarbeitung, sondern auch bei der Intervention in aktuellen Fällen und in der Präventionsarbeit stehe die Kirche vor grossen Herausforderungen.
Csongor Kozma, Direktor der Paulus Akademie, führt ein. Raphael Rauch, Redaktionsleiter von kath.ch, moderiert. Die Diskussion beginnt am Donnerstag, 8. März, um 19.00 Uhr in der Paulus-Akademie. Hier geht es zum Anmeldeformular. (kath.ch)
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