Abt Emmanuel Rutz: Der Weltjugendtag als ein Wochenende des Glaubens und des Menschseins
Abt Emmanuel Rutz war noch nie an einem Weltjugendtag. Beim diesjährigen Deutschschweizer Weltjugendtag in St. Gallen wird er als Speaker auftreten. Er freut sich auf die Begegnungen mit den jungen Menschen – und auf kontemplative Momente.
Jacqueline Straub
Vom 22. April bis zum 24. April findet der Weltjugendtag in St. Gallen statt. Was erwartet die Teilnehmenden?
Abt Emmanuel Rutz*: Wenn ich einen Blick ins Programm werfe, dann freue ich mich auf ein Wochenende des Glaubens und des Menschseins. Dass dabei die Begegnung ein wesentlicher Faktor ist, und zwar im Dreieck von Gott, dem Nächsten und mir selbst, ist Inhalt jedes Weltjugendtages und wohl auch das Berührende. Den Verantwortlichen ist es gut gelungen, dafür eine solide Plattform zu geben.
Sie wurden als Speaker angefragt. Waren Sie zuvor schon mal auf einem Weltjugendtag?
Rutz: Nein, ich war noch nie an einem Weltjugendtag.
Was erhoffen Sie sich von dem Wochenende?
Rutz: Papst Franziskus hat mit dem Apostel Paulus eine spannende und uns Menschen des 21. Jahrhunderts sehr nahestehende biblische Person an die Hand gegeben. Und so erhoffe ich mir für alle Teilnehmenden und auch für das Bistum St. Gallen nichts anderes als Christusbegegnungen. So wie sie uns von Paulus und über Paulus hinaus in der Heiligen Schrift vielfältig überliefert sind.
Es gibt verschiedene Workshops. Werden Sie auch einen anbieten?
Rutz: Nein, aber ich werde zusammen mit Kaplan Sebastian Wetter Impulse halten. Diese sind gut biblisch fundiert und mit persönlichen Glaubenserfahrungen bereichert. Worüber wir sprechen werden, möchte ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.
Das Motto heisst «Steh auf. Ich erwähle Dich». Wofür stehen Sie auf oder sind Sie schon mal aufgestanden?
Rutz: Als Missionsbenediktiner bin ich ein Zeuge des Mönchtums, das seit Jahrhunderten die Menschen prägt. Zugleich bin ich auch ein Freund einer weltweiten – eben katholischen – Kirche. Mich fasziniert die globale Erfahrung in unserer Kongregation mit 1000 Mönchen auf vier Kontinenten. Ja, für mich ist es sogar ein Zukunftsmodell.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Rutz: Ich freue mich besonders auf die Begegnung und zugleich auf die kontemplativen Momente.
Was sollen die Teilnehmenden vom Weltjugendtag in St. Gallen mitnehmen?
Rutz: Die Teilnehmenden sollen die Glaubenserfahrung aus der Gemeinschaft heraus mitnehmen.
*Abt Emmanuel Rutz (49) steht der Abtei St. Otmarsberg in Uznach SG vor. Beim Weltjugendtag in St. Gallen wird er als Speaker auftreten.
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