25'000 Menschen feiern Auftakt zur Fasnacht in Luzern
Das Fasnachtsspektakel in Luzern begann Punkt fünf Uhr mit dem Urknall. Die Fritschi-Familie wurde mit euphorischem Jubel, Guggenklängen und dem unverkennbaren Duft der Fasnacht empfangen.
Gewohnt pünktlich, gewohnt laut hat mit dem Urknall am frühen Donnerstagmorgen die Luzerner Fasnacht ihren Lauf genommen. Laut Polizei liessen es sich rund 25’000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler nicht entgehen, den Start in die so genannte fünfte Jahreszeit ausgiebig zu feiern.
Somit waren etwa gleich viele Personen an die Fritschi-Tagwache gereist wie vor einem Jahr, als diese einen Rekordaufmarsch verbuchen konnte. Laut Polizeisprecher Christian Bertschi verliefen die ersten Stunden der diesjährigen Fasnacht friedlich. Zwei Personen seien wegen Verstosses gegen das Sprengstoffgesetz verzeigt worden. Und zwar, weil sie Pyromaterial zündeten.
Das Fasnachtsspektakel begann Punkt fünf Uhr mit dem Urknall. Kurz davor gingen die Lichter rund um das Luzerner Seebecken aus, damit der Urknall und das Feuerwerk in der frühmorgendlichen Dunkelheit bei relativ milden 6 Grad seine volle Wirkung entfalten konnte. Der Nauen mit der Fritschi-Familie legte wenige Minuten nach dem Knall am Schweizerhofquai an. Empfangen wurde die Familie mit euphorischem Jubel, Guggenklängen und dem unverkennbaren Duft der Fasnacht, der bereits um diese Zeit in der Luft lagt: Einer Mischung aus Kafi-Schnaps, Bier und Zigarettenrauch.
Danach zog der Tross um das Fasnachts-Oberhaupt Bruder Fritschi in Richtung Kapellplatz, wo bereits ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm stand: Der «Fötzeliräge». Dort gingen gegen sechs Millionen Papierschnitzel auf die Narren nieder. Wer Glück hatte, konnte sich aus den Händen der Fritschi-Familie eine Orange ergattern.
In der Stadt Luzern konnte kurz vor 6 Uhr wurde die Hauptverkehrsachse über die Seebrücke laut dem Polizeisprecher wieder freigegeben. Bewährt habe sich auch das Einbahnsystem für die Personenlenkung, sagte Polizeisprecher Bertschi.
SBB lässt Fasnächtler in Zürich stehen
Nicht alle, die an der Tagwache teilnehmen wollten, schafften es rechtzeitig oder überhaupt nach Luzern. Ein Extrazug, der den Zürcher Hauptbahnhof um 3.46 Uhr verliess, fuhr leer ab, wie das Newsportal blick.ch berichtete. Und zwar, weil der Bahnhof, der in der Nacht ausser am Wochenende immer geschlossen ist, nicht rechtzeitig geöffnet wurde.
Die SBB bestätigten auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA das Missgeschick. Die entsprechenden Bahnhofzugänge seien aufgrund eines internen Missverständnisses nicht rechtzeitig geöffnet worden, sagte SBB-Sprecher Bas Vogler. Die SBB hätten aber umgehend einen weiteren Extrazug organisiert, welcher um 4.54 Uhr nach Luzern fuhr.
Umzug am Nachmittag
Ab 14 Uhr zieht dann der grosse Fritschi-Umzug durch die Stadt. Der Start ist bei der Hofkirche am Schweizerhofquai, die Route führt über die Seebrücke in die Neustadt. Auf dem Programm sind 44 Nummern wobei sich immer auch «wilde» Gruppen unter den Umzug schmuggeln.
Die fünfte Jahreszeit geht in Luzern erst in der Nacht auf Aschermittwoch zu Ende. Weitere Highlights sind neben heutigen Fritschi-Umzug die Tagwache der Wey-Zunft sowie der Wey-Umzug am Montag, welcher vom Schweizer Fernsehen (SRF) live übertragen wird. Und schliesslich das Monstercorso am Dienstagabend. (sda)
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