Reformierte und Katholiken feiern Bruder Klaus gemeinsam
Zürich, 18.1.16 (kath.ch) 2017 jährt sich die Reformation zum 500. Mal. Im gleichen Jahr findet auch das Jubiläum «600 Jahre Niklaus von Flüe» statt. Die katholische und die reformierte Kirche organisieren dazu einen gemeinsamen nationalen Gedenk- und Feiertag, bestätigte Anne Durrer, Beauftragte für Kommunikation beim Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK), gegenüber kath.ch. Die ökumenische Feier findet am 1. April 2017 in Zug statt.
Das gemeinsame Gedenken soll vom «Bemühen um eine ökumenische Erinnerungskultur» geprägt sein und den gemeinsamen Auftrag der Kirchen im Blick auf die Herausforderungen der Zukunft sichtbar machen, heisst es in einem internen Dokument, das kath.ch vorliegt.
Beide Jubiläen hätten eine nationale ökumenische Feier vorgesehen, sagte Durrer gegenüber kath.ch. «So entstand die Idee, gemeinsam zu feiern.» Angesichts der getrennten Kirchen wolle man ein Zeichen für die Zukunft setzen und das Streben nach Einheit zum Ausdruck bringen. «Wir wollen heute das Evangelium gemeinsam in der Gesellschaft verkünden», so Durrer.
An Schnittstelle zwischen katholischer und reformierter Schweiz
Man sei aber ganz am Anfang mit der Organisation des Anlasses, noch vieles sei offen. «Definitiv stehen aber Ort und Zeit fest.» Die Stadt Zug, wo der ökumenische Gedenktag am 1. April 2017 stattfindet, wird in dem Dokument als historische «Schnittstelle» zwischen der katholischen und der reformierten Schweiz bezeichnet.
Organisiert wird der Tag vom SEK, der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), von «500 Jahre Reformation» sowie dem Verein «600 Jahre Niklaus von Flüe 2017», der das Gedenken an den 1417 geborenen Schweizer Landespatron koordiniert. Angestrebt wird eine möglichst hochrangige Beteiligung der Kirchen. Welche Persönlichkeiten seitens der SBK und des SEK die Gedenkfeier mitgestalten werden, ist laut Durrer noch offen. Dies bestätigte auch Walter Müller, Sprecher der SBK, gegenüber kath.ch.
Reformatoren hatten «grosse Sympathien» für Bruder Klaus
Die Reformatoren hatten laut Durrer «grosse Sympathien» für den Eremiten und Mystiker. «Inhaltlich wollten sie sich auf das Zentrum des Glaubens fokussieren, was auch Niklaus von Flüe wollte. Theologisch lassen sich durchaus Bezugspunkte herstellen», erläuterte die Kommunikationsbeauftragte. (bal)
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