Zum Abschied und zur Wahl: Generalsekretär der RKZ
Mit der Wahl von Urs Brosi als neuen Generalsekretär der RKZ geht, man darf es so sagen, auch eine Ära in den Schlussspurt.
Die Jugend in der katholischen Kirche hat Daniel Kosch einiges zu verdanken. In ihm hatten wir immer einen Ansprechpartner, der die Jugendvertretungen wahr und ernst genommen hat. Daniel Kosch hat die Anliegen der Jugendverantwortlichen in der Kirche mit derselben Aufmerksamkeit aufgenommen, wie er sich für jedes Geschäft der RKZ Zeit genommen hat. Er wusste, dass die Jugend ein Teil der Kirche ist, die man (auch mit Blick in die Zukunft) nicht vernachlässigen darf. Dennoch war er ein ernstzunehmender Verhandlungspartner, der es uns nicht einfach nur leicht gemacht hat. Das hat die Jugendpastoral immer vorwärtsgebracht. Durch Daniel Kosch erfuhren wir die Wertschätzung der RKZ, insbesondere durch stets konstruktive Kritik und Ermutigung. In seine Amtszeit fielen auch Herausforderungen wie Einsparungen oder die Missbrauchsskandale. Durch seine Art, jeden und jede ernst zu nehmen, der Kirche im Rahmen des Möglichen Wachstum und Innovation zuzutrauen und eigene Beiträge zu leisten, wird er allen positiv in Erinnerung bleiben. Wenn er im Dezember in den Ruhestand geht, verliert die Kirche Schweiz einen Generalsekretär der RKZ, der mit seinem Wissen, Witz und Netzwerk, aber auch mit seiner Wertschätzung und dem offenen Ohr eine Lücke in der kath. Kirche hinterlässt.
Dass Urs Brosi diese Lücke auf seine Art schliessen wird, zeigt auch das einstimmige Votum der RKZ Delegierten. Als Vertreter:innen der Jugendarbeit gratulieren wir Urs Brosi von ganzen Herzen. Die Bereitschaft von Urs Brosi für diese herausfordernde Stelle hat uns sehr gefreut. Kennen wir ihn doch aus unseren Ausbildungen und Projekten als einen guten Zuhörer, Motivator und Anschieber diverser Projekte. Die Veränderungen der nächsten Jahre sind nicht einfach und werden uns alle fordern. In einer Zeit RKZ Geschäftsführer zu werden, in dem die Missbrauchsstudie beginnt, OutinChurch sich auch im Arbeitsrecht und die «Akzeptanz von Unten nach Oben» sich durchzusetzen beginnt, erfordert Mut und Vertrauen. Urs Brosi kennt die Probleme der Kirche, die verschiedenen pastoralen Handlungsfelder seit vielen Jahren. Dazu kommt, dass er gerade für die Jugendarbeiter:innen in der Aus- und Weiterbildung präsent war und ist. Wir wünschen Urs Brosi zu seiner Wahl nur das Beste und für uns und die Jugendlichen wünschen wir ein gesegnetes miteinander. Wir freuen uns auf ein engagiertes Verhandeln und manchmal auch streiten, um die Visionen vom Papier zu den Menschen zu bringen.
Thomas Boutellier / VKP, Verband katholischer Pfadi
Murielle Egloff / damp, Deutschschweizerische Arbeitsgruppe für Ministrant*innenpastoral
Viktor Diethelm / OKJ, Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit




