Explo 2017, 03.01.2018, 07:55

Explo 17 – 6›500 Teilnehmende aus Landes- und Freikirchen entdeckten Neuland in begeisterndem Miteinander

Medienmitteilung

Luzern, 03. Januar 2017 – 6›500 Christinnen und Christen aus allen Generationen feierten den Jahreswechsel gemeinsam an Explo 17 in der Messe Luzern. Sie liessen sich während vier Tagen mit Referaten, Seminaren und diversen Rahmenangeboten zum Entdecken von Neuland in ihrem Leben inspirieren.

Vom 29. Dezember 2017 bis am 1. Januar 2018 waren die Messehallen in Luzern mit tausenden Gläubigen aus der evangelisch-reformierten und der römisch-katholischen Landeskirche sowie 20 verschiedenen Freikirchen gefüllt. Über die vier Tage verteilt nahmen über 6›500 Personen an Explo 17 unter dem Motto «Neuland» teil. Einige Tausend weitere Personen aus der Schweiz und aus über 50 Ländern weltweit waren via Livestream mit der Konferenz verbunden.
Neuland als neues Miteinander auf allen Ebenen

Das Erstaunlichste am Hauptprogramm der Explo 17 waren nicht einzelne Highlights, sondern der Strom von starken Impulsen aus allen Ecken der christlichen Kirche, die zu einem neuen Miteinander auf allen Ebenen aufforderten. Da rief der anglikanische Pfarrer Andrew White, der in Bagdad trotz extremer Gefahren Jahre als Vermittler zwischen den Religionen diente, dazu auf, als Friedensstifter unterwegs zu sein und dabei auch Risiken einzugehen, wenn man Gottes Neuland im eigenen Leben und weltweit erfahren wolle.

Da war auch die eindrückliche von Luzerner Christen aus allen Konfessionen gestaltete Lichterfeier am Silvesterabend mit Voten und Gebeten von Bischof Felix Gmür, vom obersten Reformierten, Gottfried Locher, und von Peter Schneeberger, dem Präsidenten des Verbandes der Freikirchen. Sie alle machten Mut, den Reichtum und die Vielfalt der Kirche zu entdecken und schätzen zu lernen. «Wir wollen nicht mehr von dem reden, was uns unterscheidet, sondern von dem, was uns verbindet», sagte Bischof Felix Gmür. Und Andreas «Boppi» Boppart, der Initiator von Explo 17, doppelte nach, dass «wir Christen zwar nicht immer das Gleiche, aber an den Gleichen, nämlich Jesus Christus, glaubten».

Entscheidende Impulse gingen von mutigen Frauen wie Gaby Wentland und Danielle Strickland auf der Hauptbühne der Konferenz aus. Im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution erleben sie, wie Gott ihren Mut belohnt, wenn sie versklavte Menschen in die physische und geistliche Freiheit führen dürfen. Sabine Fürbringer, Leiterin von CAMPUS WE, hatte am Neujahrsmorgen die Gelegenheit, zu einem neuen Verständnis des Miteinanders von Mann und Frau aufzurufen, um sich im gemeinsamen Auftrag der Geschlechter für diese Welt einzusetzen.

Ein spezieller Konferenzteil war dem Miteinander der verschiedenen Kulturen gewidmet. So erlebten die Besucher Neuland, als sie sich von einem albanischen Christen Gottes Herz für die Schweiz erklären liessen oder beim Trinken eines arabischen Tees in der interkulturellen Tee-Lounge.

Selbst das Miteinander der Generationen wurde gleich zum Beginn der Konferenz von Geri Keller, dem Gründer und langjährigen Leiter der Stiftung Schleife, auf den Punkt gebracht: «Wir Alten gehen mit Rollator oder am Stock, aber gemeinsam marschieren wir mit allen Generationen ins neue Land!»
Von Taizé bis Dancefloor

Auf äusserst vielfältige Weise wurde Musik als Mittel des gemeinsamen Gotteslobs eingesetzt. Die eigens für die Konferenz gebildete Explo-Band sowie diverse andere Formationen nahmen die Teilnehmenden auf Wegen und zu Orten der Anbetung mit, zu denen sie vielleicht bis dahin keinen Zugang hatten. Frère Alois mit seinen Brüdern von der Taizé-Gemeinschaft legten mit ihrem einfachen Gesang den Boden für meditatives Gebet, während am Silvesterabend in einer Erlebnisliturgie auch fette Vibes die Messehalle mit Tausenden von Menschen in einen Dancefloor zum Lob Gottes verwandeln konnten.

Gastgeber und Initiator Andreas «Boppi» Boppart und seine Frau Tamara verstanden es gekonnt, zwischen den Programmteilen die Hauptbotschaft des Miteinanders immer wieder auf gekonnte Weise zu betonen. Die beiden luden eine ganze Reihe von Freunden zu sich auf die Bühne, um das Lernpotential aneinander und miteinander über die Konfessionsgrenzen hinweg aufzuzeigen: «Wir glauben nicht das Gleiche, aber and den Gleichen – nämlich Jesus Christus.»

Neben den grossen Plenarveranstaltungen konnten die Teilnehmer an den Nachmittagen aus rund 40 praxisnahen Seminaren auswählen, die von bis zu über 1000 Personen besucht wurden. Auf grosses Interesse stiess das Seminar von Pete Greig, dem Gründer der weltweiten 24-7-Gebetsbewegung, mit dem Thema «Revolutioniere dein Gebetsleben». Er ermutigte die Christen, aus einem Minimumfaktor ihres Glaubenslebens ein ständiges Zwiegespräch mit Gott zu machen, das nicht nur das eigene Leben, sondern die ganze Kirchenlandschaft verwandeln könne.
Wellness für Körper, Geist und Seele

Wer Abstand vom Rummel suchte, fand Stille in den so genannten spirituellen Oasen. Dorthin konnten sich die Besucher zurückziehen und sich auch von jemandem einen Segen zusprechen lassen. Die programmfreien Zeiten wurden von den Leuten überdies dafür genutzt, Gemeinschaft in einem der Bistros oder Restaurants zu pflegen oder in der Ausstellung zu verweilen. Alles in allem stellten rund 110 christliche Organisationen aus zu Themen wie Ausbildung, soziale Projekte und christliche Medien. «Explo 17 fühlte sich für uns an wie ein Familienfest. Trotz Verschiedenheit ziehen wir alle am gleichen Strang», resümierte die Standbetreuerin des katholischen Radio Maria.
«Habe mein persönliches Neuland entdeckt»

In aller Vielfalt ging es den Organisatoren darum, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Gelegenheit hatten, ihr ganz persönliches Neuland zu entdecken. So etwa der Iraner Yones Mosayebzadeh, einer von etlichen Asylbewerbern, die an Explo 17 teilnahmen: «Ich sorgte mich um meine Integration als Iraner in der Schweiz. Explo 17 hat in mir den Glauben gestärkt, dass diese möglich ist – weil mir viele Christen dabei helfen werden.» Personen jeden Alters waren an der Konferenz mit dabei. So auch die Pensionärin Esther: «Ich habe an der Konferenz viele Ideen erhalten, wie ich mich auch als Rentnerin für andere investieren kann – und ich habe mich entschlossen, solche Dinge einfach anzupacken und dabei auch etwas zu riskieren.» Gleichwohl stellten die 20- bis 35-Jährigen mit rund einem Drittel den grössten Teil der Besucher dar. Zu ihnen gehört auch Flurina Gelb: «Ich wurde dazu angespornt, wieder intensiver für Wunder an meinem Arbeitsplatz zu beten.»

Rund 150 Kleinkinder und 400 Kinder und Teenager, die mit ihren Familien angereist waren, erlebten separate Programme innerhalb der Grosskonferenz. Im SHINE Camp in Sursee erlebten 14- bis 19-Jährige im Miteinander viel Spass, aber auch die Freude, einen ansteckenden und glaubensvollen Lebensstil zu leben. Die Stimmung in diesem Teenager-Angebot brachte eine Teilnehmerin auf den Punkt: «Ich habe mich noch nie so glücklich gefühlt.»

Die jüngeren Kinder übten in Sursee entweder ein biblisches Musical ein oder massen sich in Fussball- und Unihockey-Turnieren. Das einstudierte Musical «De Stei isch wäg» wurde von den Kindern am letzten Konferenztag auf der Explo-Hauptbühne vor begeistertem Publikum aufgeführt. Für die Kleinkinder gab es vor Ort in der Messe Luzern ein altersgerechtes Programm, bestehend aus Spielen, Basteln und Geschichten.
Sichtbare Hilfe über die Konferenz hinaus

Während der Konferenz hatten die Besucher unterschiedliche Möglichkeiten zur praktischen Hilfe am Nächsten. Mit der Spendenaktion «Explo Impact» wurden rund 50 nationale und internationale Hilfsprojekte unterstützt. Daneben konnten Teilnehmende und Personen aus der Region Luzern in einem Zelt vor der Messe Hygieneartikel für einen Hilfstransport in Flüchtlingslager im Nordirak abgeben.
Der Veranstalter zieht positive Bilanz

Die konfessionell unabhängig arbeitende Schulungsbewegung Campus für Christus, welche Explo 17 organisiert hat, zieht eine durchwegs positive Bilanz über die Konferenz: «Es gab während der Konferenz keinerlei nennenswerte Zwischenfälle. Die Atmosphäre unter den Teilnehmenden war stets ruhig und kontrolliert. So mit tausenden Personen zusammen Christus zu feiern, erfüllt mich mit Freude», erklärt Kurt Burgherr, der Projektleiter der Veranstaltung. Die Ruhe und Ordnung unter den Konferenzteilnehmenden wurde auch von der Stadt, den Behörden und der Polizei hervorgehoben. Ein ganz besonderer Dank gilt den rund 900 zu einem grossen Teil ehrenamtlichen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf sorgten.

Die Konferenzveranstalter wünschen sich, dass über Explo 17 hinaus Neuland im Miteinander unter Christen entdeckt wird. So ist unter anderem in Luzern seit zwei Jahren die Gruppe «Miteinander in Luzern» von Kirchenverantwortlichen von Landes- und Freikirchen aktiv.

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