Ruth-Gaby Vermot, frühere National- und Europarätin & Gründerin und bis vor kurzem Präsidentin von Peace Women Across the Globe.

Ruth-Gaby Vermot: «Ich bin eine Friedensarbeiterin»

Sie hat die Organisation «PeaceWomen Across the Globe» vor zwanzig Jahren gegründet und bis vor kurzem präsidiert. Die frühere National- und Europarätin Ruth-Gaby Vermot spricht über ihr Leben und Wirken und erklärt, wo die Friedensarbeit der Frauen in den gegenwärtigen Kriegen geblieben ist.

 Weitere Themen:

  • Was kann «PeaceWomen Across the Globe» konkret bewirken?
  • Weshalb braucht es Friedensorganisationen, die ausschliesslich aus Frauen bestehen?
  • Lehnt Ruth-Gaby Vermot (85) Waffen grundsätzlich ab?
  • Sie stammt aus einer Taglöhnerfamilie und wollte aufs Gymnasium: Wie ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen?
  • Sie doktorierte in Ethnologie, gründete mit einem katholischen Priester eine Familie und lebte zehn Jahre in Afrika: Was war prägend?
  • 1986 stieg sie in die Politik ein: Warum?
  • Als Migrationspolitikerin hat sie viele Flüchtlingslager besucht: Was hat sie dort gesehen?
  • Die Idee, 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis zu nominieren, stammt von Vermot: Was war der Auslöser?
  • Die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2000 verlangt, dass Frauen mitverhandeln. Warum sieht die Realität anders aus?
  • Friedensprozesse sind langwierige Prozesse. Was ist anders, wenn Frauen am Verhandlungstisch mitreden?
  • Friede ist Papst Leo XIV. ein grosses Anliegen: Was erwartet Ruth-Gaby Vermot von ihm?
Transcript
Speaker:Ruth-Gaby Vermot [:

Ja, ich lehne Waffen grundsätzlich ab,

2

:

aber es ist mir ganz wichtig auch zu sagen, 

ich respektiere es auch, wenn Frauen sagen, wir

3

:

wollen Waffen, wir wollen mit Waffen verteidigt 

werden, wir brauchen diese Unterstützung der

4

:

anderen Länder. Aber wir arbeiten mit Frauen, 

die sagen, wir wollen einen anderen Frieden,

5

:

wir wollen diesen Frieden aushandeln, wir wollen 

so rasch als möglich, wollen wir Friedensprozesse

6

:

haben. Und das denke ich, dass das eine ganz 

wichtige, andere Arbeit ist, die wir unterstützen.

7

:Sandra Leis [:

Das sagt die frühere

8

:

National- und Europarätin Ruth-Gaby Vermot. 

Sie hat die Initiative «Tausend Frauen

9

:

für den Friedensnobelpreis» initiiert. Den 

Preis haben die Frauen zwar nicht erhalten,

10

:

doch ihre Arbeit rückte für eine Weile ins 

Scheinwerferlicht. Geblieben ist die Organisation

11

:

«Peace Women Across the Globe» mit Sitz in 

Bern, bis vor kurzem präsidiert von Ruth-Gaby

12

:

Vermot. Im Podcast «Laut + Leis» sprechen wir 

über ihr Leben und Wirken und fragen, wo die

13

:

Friedensarbeit der Frauen in den gegenwärtigen 

Kriegen geblieben ist. Ich bin Sandra Leis und

14

:

besuche meinen Gast zu Hause in Bern. Ruth-Gaby 

Vermot, herzlich willkommen zu unserem Gespräch.

15

:Ruth-Gaby Vermot [:

Dankeschön.

16

:Sandra Leis [:

Krieg im Nahen Osten, in der Ukraine,

17

:

im Sudan und an vielen anderen Orten. Macht 

Ihnen die gegenwärtige Weltlage Angst?

18

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ja. Sie macht mir wirklich Angst,

19

:

und man kann es nicht wegreden, man 

kann es nicht weglegen, und ich glaube,

20

:

diese Spirale, die macht uns allen Angst.

21

:Sandra Leis [:

Sie sind heuer 85 Jahre

22

:

alt geworden, hätten Sie je gedacht, 

dass nach 80 Jahren nach dem Ende des

23

:

Zweiten Weltkriegs und dem Slogan «Nie 

wieder Krieg!» Krieg allgegenwärtig ist?

24

:Ruth-Gaby Vermot [:

Nein, das konnte ich mir überhaupt

25

:

nicht vorstellen. Ich war ja für Friedensfragen 

immer unterwegs. Mich interessiert ja Frieden

26

:

und nicht Krieg. Und dass jetzt diese 

Situation so eskaliert, weltweit eskaliert,

27

:

auch in Europa eskaliert, das ist wirklich 

beängstigend und daran habe ich nie geglaubt.

28

:Sandra Leis [:

Sie haben 20 Jahre lang die Organisation

29

:

Peace Women Across the Globe präsidiert. Die 

Organisation wurde auch von römisch-katholischen

30

:

und von reformierten Kirchgemeinden unterstützt 

und wird es bis heute immer wieder unterstützt.

31

:

Was kann diese Organisation konkret 

bewirken? An einem Beispiel am besten.

32

:Ruth-Gaby Vermot [:

Da kann ich gerade über die Ukraine reden:

33

:

Dieser Krieg kam nicht überraschend, 

sondern ist ja im Gange seit:

34

:

und als die Situation dann eskalierte, haben 

wir sehr rasch gesehen, dass es wichtig ist,

35

:

dass wir mit den Frauen in der Ukraine in Kontakt 

treten. Das war auch ganz schwierig, weil im

36

:

Laufe der Zeit hat sich ja die Situation sehr 

verändert. Zum Beispiel gibt es ja die Frauen,

37

:

die an der Front verblieben sind, Frauen, die 

intern vertrieben sind. Frauen, die in Europa

38

:

und anderen Ländern auf der Flucht sind und alle 

diese Frauen zusammenzubringen, mit ihnen ein

39

:

Programm aufzubauen, wie kann Frieden gelingen? 

Das war ja unser Ziel, das war auch das Ziel

40

:

von vielen Frauen in der Ukraine. Und wie kann 

Frieden gelingen während eines solchen Krieges?

41

:

Und die Frauen sind jetzt doch zu verschiedenen 

Netzwerken zusammengewachsen. Wir haben Programme

42

:

in der Ukraine und da geht es v.a. 

darum, wie kann Frieden möglich sein.

43

:Sandra Leis [:

Haben Sie auch Kontakt zu

44

:

russischen Frauen? Das wäre 

eigentlich die Grundidee,

45

:

nehme ich an, dass von beiden Seiten 

Frauen am gleichen Strick ziehen.

46

:Ruth-Gaby Vermot [:

In Friedensprozessen mit dem Feind reden, mit

47

:

den Feindinnen reden, das ist natürlich wichtig, 

dass wir mit den russischen Frauen oder dass die

48

:

ukrainischen Frauen und die russischen Frauen 

zusammen reden. Das passiert auch, mehr möchte ich

49

:

darüber aber nicht sagen, es passiert auch und es 

ist ganz wichtig, das diese Kontakte bestehen und

50

:

dass diese Kontakte von den ukrainischen Frauen 

ausgebaut werden. Die Frauen haben zuerst gesagt,

51

:

Frieden, das gibt es gar nicht, die haben von 

Krieg geredet, nicht von Frieden. Frieden war

52

:

ein Unwort in der Ukraine. Heute, nach all 

diesen Jahren, hat sich das wirklich geändert.

53

:Sandra Leis [:

Die Frauen reden über Frieden.

54

:

Wir kommen gleich nochmal auf die Ukraine, aber 

ich möchte noch eine ganz grundsätzliche Frage

55

:

stellen. Warum braucht es Friedensorganisationen, 

die ausschliesslich aus Frauen bestehen?

56

:Ruth-Gaby Vermot [:

Die Frauen haben ja in den Kriegen ganz andere

57

:

Rollen. Sie sind nämlich die Trümmerfrauen, 

die Aufräumerinnen, die Flickerinnen.

58

:Sandra Leis [:

Also ein Begriff aus dem Zweiten Weltkrieg, nicht?

59

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ja, natürlich. Ich nenne sie

60

:

trotzdem. Sie sind es immer noch, und sie werden 

es immer bleiben. Sie sind die Sorgearbeiterinnen.

61

:

Sie sind eigentlich jene, die die Trümmer, die 

Zerstörung, die psychische Gewalt, die physische

62

:

Gewalt erleiden, die mitten im Geschehen sind. 

Die kämpfen müssen, um Brot zu haben, um Essen

63

:

zu haben und um die Kinder sicher in die Schule zu 

bringen. Und, und, und. Es gibt tausend Dinge, die

64

:

die Frauen erledigen müssen. Und die Frauen sind 

aber bei Friedensprozessen nie beteiligt. Also

65

:

unser Mitglied des Vorstands von Friedensfrauen 

weltweit aus Afghanistan, sie war Ministerin für

66

:

Frauensachen, und die hat gesagt, Männer machen 

Krieg und sie meinen, sie können auch Frieden

67

:

machen. Und das stimmt so nicht. Und darum 

haben wir, als wir die tausend Frauen gesucht

68

:

haben weltweit, die tausend Friedensfrauen, 

haben wir gesagt, wir wollen die Frauenarbeit

69

:

in Kriegssituationen sichtbar machen. Man muss 

hinschauen, was die Frauen leisten. Und das ist

70

:

uns eigentlich auch... Ja, man kann sagen, dass 

uns das auch zu einem guten Teil gelungen ist.

71

:Sandra Leis [:

Schauen wir nochmals auf

72

:

die Ukraine. Sie haben sie vorhin 

schon erwähnt. Der Krieg jetzt,

73

:

der aktuelle Krieg, der dauert schon 

mehr als vier Jahre. Öffentlich werden

74

:

die Friedensfrauen aus meiner Perspektive 

nicht. Ich habe es jetzt nirgends gefunden.

75

:Ruth-Gaby Vermot [:

Natürlich nicht. Krieg ist Gewalt,

76

:

Krieg ist Männersache, Kriege ist eine Machtfrage. 

Die Frauen arbeiten immer unter diesem Schirm,

77

:

und dass man sie nicht sieht, nicht davon 

spricht und dass man sie gar nicht sehen will,

78

:

weil sie ganz andere Forderungen stellen. 

Ich denke, dass das damit zusammenhängt,

79

:

dass man nicht interessiert ist an den Frauen. 

Frauen existieren in den Kriegen nicht.

80

:Sandra Leis [:

Aber was macht Ihre Organisation

81

:

jetzt ganz konkret im Ukraine-Krieg? 

Sie haben vorhin gesagt Programme,

82

:

aber können Sie das noch 

ein bisschen konkretisieren?

83

:Ruth-Gaby Vermot [:

Die Frauen müssen ja zuerst

84

:

untereinander reden können, sich wieder finden 

können, sich Zeit nehmen können, an einem Ort

85

:

zusammenkommen, wo sie sagen, wie sieht unsere 

Friedensvision aus, was wollen wir vom Frieden,

86

:

und wie können wir mit dem Frieden umgehen, und 

diese Gespräche sind eigentlich die Grundlage

87

:

unserer Arbeit in diesen Programmen. Wir können 

die Frauen unterstützen, dass sie sich treffen,

88

:

wie kürzlich in Lwiw, wo wir eine grosse Anzahl 

von Frauenorganisationen zusammenrufen konnten,

89

:

die während drei Tagen über Friedensprozesse, 

ihre Beteiligung an Friedensprozessen,

90

:

ihre Bedingungen für Frieden artikulieren 

konnten. Und das ist eine ganz wichtige

91

:

Sache. Die Frauen konnten auch sagen, 

was brauchen wir für unsere Sicherheit?

92

:

Das ist ja eine ganz grundlegende Frage, 

eine bewaffnete Sicherheit, Waffen. Munition,

93

:

Kriegsstrategien, oder brauchen wir eine andere 

Sicherheit, nämlich die Alltagssicherheit,

94

:

wo wir die Kinder in die Schule schicken können, 

wo wir eine gute Nachbarschaft pflegen können,

95

:

wo wir gesundes Essen bekommen können, wo 

wir unsere Familien nicht in Gefahr sehen,

96

:

wo wir unser Rente bekommen, wo wir unseren 

Alltag wirklich auch leben und gestalten können.

97

:Sandra Leis [:

Frau Vermot, lehnen Sie

98

:

Waffen grundsätzlich ab? Wie stehen Sie dazu?

99

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ja, ich lehne Waffen grundsächlich ab,

100

:

aber es ist mir ganz wichtig auch zu sagen, 

ich respektiere es auch, wenn Frauen sagen, wir

101

:

wollen Waffen, wir wollen mit Waffen verteidigt 

werden, wir brauchen diese Unterstützung der

102

:

anderen Länder. Aber wir arbeiten mit Frauen, 

die sagen, wir wollen einen anderen Frieden,

103

:

wir wollen diesen Frieden aushandeln. Wir wollen 

so rasch als möglich Friedensprozesse haben. Und

104

:

das denke ich, dass das eine ganz wichtige andere 

Arbeit ist, die wir unterstützen. Aber der Respekt

105

:

für diejenigen Menschen, die Waffen wollen 

und sich mit Waffen verteidigen lassen wollen.

106

:Sandra Leis [:

Es geht ja in der Ukraine

107

:

auch um Selbstverteidigung.

108

:Ruth-Gaby Vermot [:

Der steht. Den Respekt haben

109

:

wir. Also wir respektieren diesen Wunsch.

110

:Sandra Leis [:

Ruth-Gaby Vermot, lassen Sie

111

:

uns auf Ihre Biografie schauen. Aufgewachsen 

sind Sie mit vier Geschwistern in Solothurn,

112

:

in einer Taglöhnerfamilie. Was hat Sie 

in Ihrer Kindheit am meisten geprägt?

113

:Ruth-Gaby Vermot [:

Es gab natürlich viele,

114

:

viele Geschichten, die mich geprägt haben. 

Ich hatte auch eine sehr engagierte Mutter,

115

:

die uns Kinder immer auch beschützt hat und 

immer für uns eingestanden ist. Das ist etwas,

116

:

was ich eigentlich immer wieder festgestellt 

habe. Auch wenn man die Mütter dann nicht immer

117

:

gern hat dafür, aber sie war wirklich eine sehr 

unterstützende Mutter in dieser doch schwierigen

118

:

Situation einer grossen Taglöhnerfamilie. Was 

mich ganz intensiv geprägt hat, war mein Kampf,

119

:

dass ich ins Gymnasium komme, Matur machen 

konnte und dann auch studieren konnte. Das

120

:

war wirklich mein Ziel. Das ging aber nicht, 

weil so rasch als möglich mussten wir arbeiten,

121

:

eine Lehre machen, ich musste eine KV-Lehre 

machen. Eine sehr ungeliebte KV-Lehre.

122

:Sandra Leis [:

Die haben Sie aber nach

123

:

drei Tagen abgebrochen. Stimmt das nicht?

124

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ja, das war furchtbar. Der

125

:

Chef hat immer so grausliche Witze 

erzählt und mich auch angetatscht,

126

:

und das ging einfach nicht. Und dann hat 

meine Mutter gesagt, nein, das geht nicht,

127

:

wir haben eine neue Lehrstelle gesucht. 

Das war ein Notar, und der hat immer schon

128

:

ziemlich strenge Briefe an seine Klientinnen 

und an die gegnerischen Parteien geschickt.

129

:

Die habe ich dann immer ein bisschen netter 

gemacht, weil ich fand, so schreibt man nicht.

130

:

Das konnte er dann nicht gebrauchen, und er 

hat mit mir gesprochen, ich habe ihm erzählt,

131

:

ich will studieren, ich will die Matur machen, und 

ich will überhaupt kein KV machen. Und er hat dann

132

:

meinen Eltern gesagt, dass er mir während der 

ganzen Gymnasialzeit den Lehrlingslohn bezahlen

133

:

würde, damit eben das Geld nicht ausfällt in 

meiner Familie, das so nötig gebraucht wurde.

134

:Sandra Leis [:

Ein sehr,

135

:

sehr sympathischer Mensch, eine super Geschichte.

136

:Ruth-Gaby Vermot [:

Toll. Ich bin immer noch

137

:

sehr glücklich darüber. Das hat mir 

wirklich die Möglichkeit eröffnet,

138

:

dann eben die Matura zu 

machen und auch zu studieren.

139

:Sandra Leis [:

Sie haben Ethnologie und Soziologie studiert und

140

:

auch doktoriert. Sie haben geheiratet, ihr Mann 

war ein katholischer Priester, und Sie haben eine

141

:

Familie gegründet. Danach haben sie bei Alliance 

Sud gearbeitet, hieß damals noch anders, waren Sie

142

:zehn Jahre. Und dann:

eingetreten. Warum? Was war der Schlüsselmoment?

143

:Ruth-Gaby Vermot [:

Wir waren ja vorher mehrere Jahre in Afrika,

144

:

in verschiedenen Projekten mit meinem Mann und 

meiner Familie. Und irgendwann habe ich gemerkt,

145

:

das passt nicht in meinen Lebenslauf. Ich 

muss Politik machen, ich will Politik machen.

146

:

Und dann haben wir entschieden, dass wir 

zurückkehren. Ich bin in die SP eingetreten und

147

:

habe mich da wirklich auch engagiert. Ich war sehr 

aktiv. Und das war natürlich die logische Folge,

148

:

dass ich dann in den Stadtrat gewählt wurde. 

Ich bin dann auch nach Bern gezogen für meine

149

:

Arbeit. Und das ist wunderbar, hier 

in Bern bin ich dann auch geblieben.

150

:Sandra Leis [:

Sie waren im Stadtrat der

151

:

Stadt Bern, dann im Großen Rat des Kantons 

ließlich Nationalrätin, und:

152

:

sind Sie dann zurückgetreten. Sie haben sich ja 

auch stark in der Migrationspolitik engagiert,

153

:

waren vor Ort, haben Flüchtlingslager 

besucht. Sie sind keine Theoretikerin,

154

:

sondern Sie kennen das Leben, auch das 

Elend aus der Praxis. Was ist so die

155

:

Haupterinnerung? Wie ging das zu und hier in 

Flüchtlingslagern? Was ist Ihnen da geblieben?

156

:Ruth-Gaby Vermot [:

Das sind natürlich nicht solche

157

:

Flüchtlingsunterkünfte, wie wir sie haben, 

sondern das waren immer Unterkünfte am Rande

158

:

des Krieges. Und diese Flüchtlinge-Unterkünfte 

waren dann ganz schrecklich. Das waren blecherne

159

:

Container, das waren kalte, im Winter 

kälteste Eisenbahnwagen. Und die Leute,

160

:

die vegetierten da drin und das war wirklich in 

Armenien oder Aserbaidschan, in Georgien und in

161

:

Tschetschenien und überall in diesen Gebieten, für 

die ich eben für den Europarat dann unterwegs war,

162

:

das war das pure Elend. Wirklich, die Leute 

hatten schwierigste Situationen. Sie hatten

163

:

zwar Unterkünfte, sie hatten zwar Wolldecken, sie 

hatten ein bisschen zu essen, aber sie lebten in

164

:

schwierigsten, kriegsbedrohten Situationen 

auch. Und da habe ich gemerkt und gesehen,

165

:

wer da eigentlich das Leben in den Händen hält.

Das waren die Frauen. Die ließen sich nicht

166

:

unterkriegen. Sie haben auch protestiert vor 

den Regierungsgebäuden. Sie haben protestiert,

167

:

wenn Besuche kamen, also auch bei mir, wenn 

ich für den Europarat da in diese Camps kam.

168

:

Sie haben die Camps menschlicher, wärmer, 

bewohnbarer gemacht mit allem Möglichen,

169

:

mit kleinen Gärten, mit Blumen, die da 

wuchsen, mit Gemüse, das da wuchs. Für

170

:

die Kinder haben sie Schulen gemacht, sie haben 

die Alten gepflegt. Sie haben wirklich geschaut,

171

:

dass auch in diesen elenden Ecken dieser Welt eben 

das Leben möglich war, eben die Sorgearbeit. Ich

172

:

habe dann immer gesagt, wenn ich angekommen bin 

mit meinen Delegationen, es waren dann immer die

173

:

Männer am Tor, haben dann geraucht und wollten 

mich dringend sprechen und ihre Sorgen und auch

174

:

ihr Gejammer bei mir deponieren. Da habe ich 

immer gesagt, ich rede zuerst mit den Frauen

175

:

und will wissen, was die Frauen brauchen, 

was sie benötigen. Die haben nicht gejammert,

176

:

die waren sehr gut vorbereitet, die haben 

gesagt, das und das und das. Wir brauchen Wasser,

177

:

wir brauchen Medikamente, wir brauchen zu essen, 

wir brauchen Kindernahrung, das sind unsere

178

:

Bedürfnisse. Und dann konnte ich schon gehen, 

weil ich wusste es, die Frauen waren so klar.

179

:Sandra Leis [:

Aber das klingt jetzt doch

180

:

ein bisschen schwarz-weiss, die guten Frauen und 

die Männer, die im Elend versinken. War es so?

181

:Ruth-Gaby Vermot [:

Es war schwarz-weiss. Es war immer

182

:

schwarz-weiss in diesen Camps. Da waren natürlich 

auch junge Männer mit und so. Aber diejenigen,

183

:

die wirklich wussten, worum es geht, was sie 

wollten, wie sie die Organisation in diesem

184

:

Camp aufrechterhalten wollten, 

das waren dann doch die Frauen.

185

:Sandra Leis [:

Wenn Sie sich zurückerinnern

186

:

an Ihre grosse Initiative, was war da 

der Auslöser für diese:

187

:

die Sie nominiert haben für 

den Friedensnobelpreis:

188

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich kam gerade von einem solchen Flüchtlingscamp

189

:

zurück, und da war eine Besucherinnengruppe, 

und ich war so erfüllt von einer Wut, wieso

190

:

Krieg und was man den Menschen antut mit solchen 

Kriegen. Und ich war so erfüllt auch von dieser

191

:

unglaublichen, selbstverständlichen Sorgearbeit 

von diesen Frauen, von der niemand spricht,

192

:

unsichtbar ist, die gar nicht existiert, Aber 

die Welt würde nämlich zugrunde gehen, wenn

193

:

diese Frauen auf der ganzen Welt diese Sorgearbeit 

nicht machen würden. Und dann habe ich den Frauen

194

:

erzählt, und dann habe ich gesagt, es war gerade 

der 10. Dezember, da kam der Friedensnobelpreis,

195

:

wurde da bekannt gegeben im Radio, da habe ich 

agt irgendwann nominieren wir:

196

:

für den Friedensnobelpreis. Und die Frauen haben 

gesagt, mach, wir helfen. Und es war dann auch so,

197

:

ich habe das mit Freundinnen, mit Kolleginnen, 

mit Fachpersonen, Fachfrauen besprochen und dann

198

:

haben wir einen kleinen Verein gegründet und dann 

hatten wir 15 regionale Koordinatorinnen weltweit.

199

:Sandra Leis [:

Es sind ja 150 Länder,

200

:

wo Frauen ausgewählt wurden.

201

:Ruth-Gaby Vermot [:

Es sind etwa 160 Länder. Da

202

:

haben wir Koordinatoren nominiert, die kamen 

in die Schweiz, wir haben Konzepte gemacht,

203

:

wir hatten Kriterien geschaffen. Und dann 

haben wir in diesen drei Jahren haben

204

:

wir dann die Nomination für diese tausend 

Frauen gemacht. Am Schluss hatten wir dann

205

:

zweitausend Frauen, weil dieses Projekt 

dann plötzlich Fahrt aufgenommen hat.

206

:

Wir wollten aber eben diese symbolische Zahl 

tausend Frauen, tausend Friedensfrauen, tausend

207

:

Frauen, die die Sorgearbeit eben leisten, sichtbar 

machen, hörbar machen. Ihnen wirklich eine Stimme.

208

:Sandra Leis [:

Den Friedensnobelpreis

209

:

haben diese tausend Frauen dann leider nicht 

gekriegt. Wie gross war die Enttäuschung?

210

:Ruth-Gaby Vermot [:

Boah! Ja, wir waren enttäuscht.

211

:

Wir saßen alle in unseren winzigen Büro. 

Die Medien waren hier. Wir haben da auf

212

:

den Bildschirm gestartet. Man hat auch Wetten 

abgeschlossen. Wir waren ziemlich vorne. Wir

213

:

waren wirklich sehr gespannt. Und als dann das 

Nein kam und dann der Chef der Atombehörde,

214

:

der IAEA, nominiert wurde statt 

eine Frau oder die tausend Frauen,

215

:

waren wir wirklich sehr enttäuscht. Eine Zeit 

lang haben wir genommen, um zu überlegen,

216

:

wollen wir weitermachen oder war es dann das? 

Und dann hat es natürlich aus der ganzen Welt,

217

:

aus dieser unglaublichen Anzahl von Frauen, 

hat es geheißen, nein, wir machen weiter.

218

:Sandra Leis [:

Ein wichtiger Schritt in

219

:

diesem ganzen Friedensprozess oder 

in den Bemühungen um Frieden ist ja

220

:die Resolution:tion, die stammt aus dem Jahr:

221

:

also das ist ein Vierteljahrhundert 

alt und hat verschiedene Forderungen,

222

:

insbesondere eben auch, dass Frauen am 

Verhandlungstisch sitzen sollen. Das ist

223

:

explizit dort verlangt. Und trotzdem, 

Sie haben es vorhin auch gesagt,

224

:

wenn man die Realität anschaut, sitzen 

Sie nicht am Verhandlungstisch. Warum?

225

:Ruth-Gaby Vermot [:

Die Männer machen Krieg und denken,

226

:

sie können auch Frieden machen, und sie sind 

auch die Verhandlungspartner der Staaten,

227

:

die Friedensprozesse oder Friedensenden wollen. Da 

sitzen Männer und verhandeln dann bereits schon.

228

:

Und die Frauen müssen sich echt einmischen 

und das ist eine Riesenarbeit, wenn man denkt,

229

:

dass die Frauen ja diese Sorgearbeit 

machen müssen, dann auch die politische

230

:

Friedensarbeit machen wollen, weil sie das ganz 

wichtig finden. Und da braucht es eben auch,

231

:

wie wir in diesen Programmen, die wir in 

verschiedenen Ländern haben, wie wir das

232

:

grosse Netzwerk mit 50 Ländern haben. 

Wo es wirklich um Friedensprozesse,

233

:

Beteiligung an Friedensprozessen geht, wo es um 

Frühwarnungen geht, wo es auch um Waffenstillstand

234

:

usw. Eben um alle diese ganzen Prozesse, 

die einen Friedensprozess eben beinhalten.

235

:Sandra Leis [:

Also Papier ist geduldig,

236

:

die Resolution ist eben 25 Jahre alt, 26 

jetzt sogar, und damals hat man gesagt,

237

:

das ist jetzt ein Meilenstein, das stimmt aber 

eigentlich nicht, wenn man ganz ehrlich ist.

238

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich möchte einfach auch nicht in Bausch und Bogen

239

:diese Resolution:

sind wieder die Frauenorganisationen weltweit.

240

:

Wir halten sie auch ein bisschen hoch, aber sie 

hat natürlich einen grundlegenden Fehler. Sie gibt

241

:

kein Geld. Wenn die Frauen Friedensarbeit 

leisten sollen, wenn sie beteiligt sind,

242

:

wenn sie an den Friedensverhandlungen teilnehmen. 

. . Aber auch dann eben die letzte Phase umsetzen,

243

:

nämlich alles, was da entschieden wird an den 

Friedensverhandlungen, muss ja umgesetzt werden.

244

:Sandra Leis [:

Und braucht Geld, wie Sie sagen.

245

:Ruth-Gaby Vermot [:

Und das braucht ja Geld. Und

246

:

das ist nirgendwo verankert, dass es eben 

auch Geld braucht. Und daran scheitert

247

:

natürlich dann viel. Wenn wir immer betteln 

müssen, wenn wir immer von Donor zu Donor,

248

:

von Finanzgeberin zu Finanzgeber rennen müssen, 

dann wird auch unglaublich viel Zeit absorbiert,

249

:

die wir dann eben nicht haben 

für die Friedensverhandlungen.

250

:Sandra Leis [:

Ja, das ist ein Argument.

251

:

Ruth-Gaby Vermot, Papst Leo XIV. Er hält 

den Frieden hoch. Es ist ihm ganz wichtig,

252

:

wie auch seinem Vorgänger Franziskus. 

Was versprechen Sie sich von ihm,

253

:

von dieser Figur, die ja 

weltweite Ausstrahlung hat?

254

:Ruth-Gaby Vermot [:

Er ist ja eigentlich der Einzige,

255

:

der diese Ausstrahlung im Moment hat, natürlich 

gibt es vielleicht noch andere. Aber ich hoffe,

256

:

dass er noch lauter wird und deutlicher und 

nachhaltiger und sich wirklich dem Frieden

257

:

jetzt verschreibt. Das wäre eine unglaubliche 

Hilfe und dass er zum Beispiel auch versucht,

258

:

jetzt gerade in der Ukraine mit dem 

religiösen Führer in Russland zu reden.

259

:Sandra Leis [:

Dem Patriarchen Kyrill I.

260

:Ruth-Gaby Vermot [:

Den Patriarchen von Russland,

261

:

dass er mit ihm redet, das ist ja sein 

Partner eigentlich einer anderen Religion,

262

:

und ich denke, das wäre jetzt 

wirklich ein ganz mutiger Schritt,

263

:

und den müsste er jetzt machen. 

Also ich erwarte das auch von ihm.

264

:Sandra Leis [:

Vielleicht kommt der Schritt ja noch.

265

:Ruth-Gaby Vermot [:

Also er muss ja nicht morgen gehen,

266

:

aber er muss übermorgen gehen und das ziemlich 

ernst nehmen und auch seine. . . Weil die

267

:

Diplomatie und die Gespräche, die Dialoge, 

man kann nur so Frieden schaffen. Wir haben

268

:

ja keine anderen Möglichkeiten als zu reden, 

als zu überzeugen, als verhandeln. Und das

269

:

machen ja die Frauen. Darum ist es auch immer so 

schwierig zu sagen, ja was machen wir eigentlich?

270

:

Wir lernen zu dialogisieren, wir lernen 

zu verhandeln, die Rechte kennen, die zu

271

:

diesen Verhandlungen führen. Wir diskutieren die 

Bedürfnisse, die in die Friedensprozesse gehen.

272

:

Es ist einfach ein langes, andauerndes Gespräch, 

das aber eben auch organisiert, geführt, und die

273

:

Folgen davon, oder dass die Resultate, die müssen 

dann wieder in die Bevölkerung getragen werden,

274

:

die Resultate müssen dann auch in die Regierungen 

getragen werden. Wir müssen ja die Regierungen

275

:

überzeugen, dass sie handeln. Dass aber die 

Frauen einbezogen sind in diesem Handeln.

276

:Sandra Leis [:

Glauben Sie, dass Papst

277

:

Leo XIV auch der Meinung ist, 

dass es ganz wichtig ist,

278

:

dass Frauen im Friedensprozess engagiert 

sind, und zwar aktiv? Trauen Sie ihm das zu?

279

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich hoffe, dass er das weiß,

280

:

dass die Frauen mitverhandeln müssen. Und diese 

sehr langsame Entwicklung, dass Frauen in der

281

:

Kirche doch auch etwas zu sagen haben, die viel zu 

langsame Entwicklung, könnte ja dazu führen, dass

282

:

gerade Papst Leo sagt, aber an Friedensprozessen, 

in meinen Gesprächen, Dialogen mit den

283

:

verfeindeten Kriegsparteien müssen vor allem auch 

Frauen dabei sein. Das hoffe ich schon, also das

284

:

muss er machen, sonst ist der Friede wieder nur 

ein männlicher Friede, und der ist nur halb.

285

:Sandra Leis [:

Sie gehören ja zu den ganz

286

:

prominenten Katholikinnen der Schweiz. 

:

287

:

Schweizerinnen aus der römisch-katholischen 

Kirche ausgetreten. Das fast zum Überlaufen

288

:

gebracht hatte damals eine Äußerung von 

Papst Franziskus, nämlich er hat gesagt,

289

:

dass Abtreibung Auftragsmord sei. In der Zeitung 

«Der Bund» hier in Bern haben Sie nach Ihrem

290

:

Austritt gesagt, Ihr Glaube existiere auch ohne 

die Institution Kirche. Ist das bis heute so?

291

:Ruth-Gaby Vermot [:

Es ist so ein bisschen schwierig,

292

:

über Glauben zu reden, weil ich denke, 

ich bin eigentlich eine Realistin. Ich

293

:

arbeite mit Frauen, ich arbeite mit 

Flüchtlingen, ich arbeite mit Menschen,

294

:

die in wirklich schwierigen Situationen 

sind. Dass diese Welt eine bessere Welt

295

:

werden soll, muss, das ist eigentlich meine 

Überzeugung. Dass da irgendwo eine Macht ist,

296

:

mit der kann ich leben, aber ich bin eigentlich 

eine realistische Friedensarbeiterin.

297

:Sandra Leis [:

In diesem Artikel im Bund,

298

:

den ich vorhin gerade erwähnt habe, wurde auch 

gefragt, ja, suchen Sie denn nicht den Dialog,

299

:

wegen dem Austritt, also mit Gläubigen oder 

mit Priestern, und da haben Sie gesagt,

300

:

nein, Dialog bringt da nichts. Aber Sie sind 

doch die Person, die immer für Dialog ist,

301

:

aber in der römisch-katholischen Kirche 

wollten Sie ihn nicht mehr haben.

302

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich wollte gar nicht mit der

303

:

römisch-katholischen Kirche verhandeln, weil 

ich fand, ich bin ja, mein Mann war Priester,

304

:

und das war eine grausame Erfahrung, wie er da von 

der Kirche einfach auch behandelt wurde. Das hat

305

:

ihn sein Leben lang geprägt, das war auch eine 

schwierige, schwierige Situation. Und ich hatte

306

:

andere Ziele. Ich hatte Ziele, Friedensprozesse zu 

begleiten, Friedenprozesse mitzutragen mit Frauen

307

:

in verschiedenen Kriegsländern. Das war eigentlich 

mein Ziel. Das haben andere gemacht, die haben den

308

:

Dialog gesucht mit der Kirche, und das fand ich 

eine sehr gute Lösung. Aber es war nicht mein Weg.

309

:Sandra Leis [:

Die Organisation Peace

310

:

Women Across the Globe hat jetzt nach 20 

Jahren eine neue Präsidentin. Sie sind

311

:

zurückgetreten erst kürzlich Anfang Mai. Was 

machen Sie jetzt mit der neu gewonnenen Zeit?

312

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich habe, glaube ich,

313

:

nicht viel Zeit neu gewonnen.

314

:Sandra Leis [:

Nein, nicht?

315

:Ruth-Gaby Vermot [:

Sie ist schon wieder ausgebucht. Nein,

316

:

ich bin noch in zwei anderen Organisationen. 

Ich habe das Präsidium, eine Organisation,

317

:

die sich mit Asyl- und Ausländerrecht befasst. 

Wir sind eine kleine Organisation, aber wir

318

:

möchten doch die Situation von geflüchteten 

Menschen in der Schweiz verbessern, verändern.

319

:

Die politische Situation ist schwierig. Das ist 

sehr, sehr schwierig, ist auch unmenschlich zum

320

:

Teil für geflüchtete Menschen, und da werde ich 

mich weiterhin damit befassen und engagieren.

321

:

Aber ich bleibe natürlich den Friedensfrauen 

weltweit treu und ich bin auch jetzt noch

322

:

engagiert in verschiedenen Vorträgen, das liebe 

ich, ich mache das gern, ich erzähle gerne,

323

:

was wir machen, ich erzähle gerne die 

Geschichten von Hatiza S., der Bosnierin,

324

:

die sagt, wir haben die Menschen des Krieges 

in Bosnien noch nicht begraben. Solange können

325

:

wir nicht Frieden haben, solange wir die 

Menschen nicht begraben. Dann schauen wir

326

:

zurück in den Krieg und nicht vorwärts in den 

Frieden. Und da gibt es noch soviel zu tun und

327

:

soviel zu diskutieren und soviel auch zu 

erklären, wie schwierig Friedensprozesse

328

:

sind. Und daran werde ich natürlich 

weiterarbeiten. Ich habe noch Energie.

329

:Sandra Leis [:

Das spüre ich. Ruth-Gaby Vermot,

330

:

vielen Dank für Ihre Ausführungen 

und alles Gute für Ihre Zukunft.

331

:Ruth-Gaby Vermot [:

Ich danke Ihnen.

332

:Sandra Leis [:

Das ist die 71. Folge des

333

:

Podcasts «Laut + Leis». Zu Gast war Ruth-Gaby 

Vermot. Die ehemalige National- und Europarätin

334

:

war Gründerin und Präsidentin von Peace Women 

Across the Globe. Über Feedback freuen wir uns:

335

:

Schreibt gerne per Mail an podcast@kath.ch 

oder per WhatsApp auf die Nummer 078 251 67 83.

336

:

Und: Abonniert den Podcast und bewertet 

ihn positiv, wenn er euch gefällt.

337

:

Gast in der nächsten Folge von «Laut + 

Leis» ist Thomas Münch. Der katholische

338

:

Theologe arbeitete während der letzten Jahre 

an der evangelisch-reformierten Predigerkirche

339

:

in Zürich. Ein Unikum in der hiesigen 

Kirchenlandschaft. Wir sprechen über geglückte

340

:

und missratene Ökumene und fragen, weshalb die 

Ökumene im Vatikan einen schweren Stand hat.

341

:

Und: Wir schauen zurück auf Münchs Studentenzeit 

in Tübingen, wo er die Auseinandersetzungen um

342

:

Hans Küng miterlebt hat. Bis in zwei Wochen 

– und bleibt laut und manchmal auch leise.

Ruth-Gaby Vermot, frühere National- und Europarätin & Gründerin und bis vor kurzem Präsidentin von Peace Women Across the Globe. | © Sandra Leis
5. Juni 2026 | 05:30
Lesezeit : ca. 17  Min.
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