Caritas-Sonntag

Caritas-Sonntag 2021
Klimagerechtigkeit schaffen

Mädchen aus Mali, wo der Klimawandel hautnah spürbar ist. (c) Fabian Biasio

Klimagerechtigkeit schaffen: Am 29. August ist Caritas-Sonntag

Die Klimaveränderung bedroht uns alle. Besonders stark betroffen sind jedoch Entwicklungsländer. Ausgerechnet jene Länder, welche nur einen Bruchteil des globalen Klimawandels zu verantworten haben, werden von ihm besonders geschädigt.

Die Ärmsten trifft es zuerst und das macht sie noch verwundbarer – gerade Frauen und Kinder, Kleinbäuerinnen und -bauern, indigene Völker sowie Menschen in Slums. Die Klimakrise verschärft bestehende Entwicklungshemmnisse, bringt zusätzlich Millionen von Menschen weltweit in Not, entzieht ihnen die Existenzgrundlage und treibt sie in die Flucht. Caritas Schweiz steht für Klimagerechtigkeit ein. Sie steht den Menschen vor Ort unterstützend zur Seite. Sie kann mit ihren Projekten den Betroffenen helfen, trotz Klimawandel ein gutes Einkommen zu erzielen. Sie unterstützt die Menschen dabei, sich auf die neuen Gegebenheiten, wie beispielsweise unregelmässige oder geringere Regenfälle, einzustellen und sich anzupassen. Auch hilft sie ihnen, innovative und nachhaltige Energien einzusetzen und die natürlichen Ressourcen wie Wälder oder Wasser möglichst schonend und zukunftsorientiert zu nutzen.

Am Caritas-Sonntag nehmen alle Pfarreien in der Schweiz gemäss dem Wunsch der Bischöfe die Kollekte für die Arbeit von Caritas Schweiz auf. Jeder Beitrag ermöglicht es, von Armut betroffenen Menschen weltweit unbürokratisch und wirksam zu helfen. So erhalten sie neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten.

Caritas dankt für Ihre Spende im Gottesdienst oder auf das Konto 60-7000-4.

«Was bewirkt der Klimawandel? - 3 Videos»

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«Wir passen unsere Anbaumethoden dem Klima an»

Sein See ist aufgetrocknet: Erfahren Sie, wieso Modeste Traoré nicht mehr wie früher als Fischer arbeitet und die Existenz seiner Familie nun als Bauer sichert.

Modeste Traoré

Möchten sie mit Modeste Traoré «chatten»: Hier geht es zum interaktiven Tool, wo Sie Fragen stellen können:

Chatbot

Was heisst Klimagerechtigkeit?

«Die Lebensbedingungen in reichen Ländern mit unbegrenztem Zugriff auf natürliche und Arbeitsressourcen werden durch die gesellschaftlichen Verhältnisse und Naturverhältnisse anderer ermöglicht. Es wird damit ganz selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Menschen in armen Ländern auf ihren Teil verzichten sollen.» Lesen Sie die sozialethischen Überlegungen von Franziska Koller, Theologin und Leiterin der Internationalen Zusammenarbeit bei Caritas Schweiz.

Link

Brief von Bischof Felix Gmür zum Caritas–Sonntag

An die Katholischen Pfarrämter der Schweiz


Solothurn, im Juli 2021


Liebe Seelsorgerinnen und Seelsorger

Der Klimawandel ist ein Thema, das mit dem Abebben der Corona-Pandemie wieder stärker in den Fokus rückt. Uns als Kirche beschäftigt dieses Thema grundlegend, denn es geht dabei um die Wahrung der Schöpfung. Dass sich auch die Caritas mit der Frage der Klimagerechtigkeit beschäftigt, ist folgerichtig: Der Anstieg der weltweiten Temperaturen bedroht die ärmsten Menschen auf dieser Welt in besonderem Masse. Wer der Armut entgegenwirken will, wie dies die Caritas tut, kann nicht wegschauen, wenn es um den Klimawandel geht.

Die Caritas erlebt in ihrer Projektarbeit seit Jahren, wie Naturkatastrophen zunehmen und sich verheerend auf die Ärmsten auswirken. Hitze und Dürren, Überschwemmungen und Stürme zerstören vielerorts das wenige an Einkommen, das sich die Menschen vor Ort in mühsamer Arbeit aufgebaut haben. Die Klimakrise verstärkt so die Armut, welche die Weltgemeinschaft eigentlich beseitigen möchte. Die Caritas will dem entgegenwirken, indem sie Widerstandskraft der Menschen vor Ort gegenüber den veränderten klimatischen Bedingungen stärkt. Viele Menschen in unseren Gemeinden sind besorgt über die bedrohliche Entwicklung. Sie möchten einen Beitrag dazu leisten, dass der Klimawandel nicht ungehindert weiter voranschreiten kann.

Dafür sind sie auch bereit, sich selbst einzuschränken und ihre Lebensgewohnheiten zu ändern. Die Ungerechtigkeit, dass es genau jene Menschen am Härtesten trifft, die kaum etwas zum Leben besitzen und gleichzeitig für die Klimakrise am wenigsten verantwortlich sind, beschäftigt uns alle sehr.

Beim diesjährigen Caritas-Sonntag vom 29. August steht daher die Klimagerechtigkeit im Zentrum. Wenn die Pfarreien in der ganzen Schweiz die Kollekte für die Arbeit der Caritas aufnehmen, ist dies ein Ausdruck der Solidarität gegenüber Menschen, deren Armut sich infolge der Klimakrise verschärft.
Ich danke Ihnen, dass Sie Ihren Pfarreiangehörigen die Arbeit der Caritas gegen Armut empfehlen. Jeder Beitrag hilft Menschen, die wie wir alle auf eine Lebensperspektive für sich und ihre Kinder hoffen.

Mit besten Segenswünschen und herzlichen Grüssen

Felix Gmür
Bischof von Basel
Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

Corona-Krise: weltweit wächst die Armut

Für die Ärmsten in Entwicklungsländern sind die Folgen der anhaltenden Corona-Krise gravierend. Zu Impfungen haben nur wenige Menschen Zugang – meist sind es die Reicheren. Weltweit steigt derzeit die Armut. Und immer mehr Menschen leiden an Hunger. Zum Schutz der verletzlichsten Menschen sind Hygienemassnahmen, medizinische Unterstützung und humanitäre Nothilfe nötig. Der Kampf gegen Armut erhält neue Dringlichkeit

Weitere Informationen: Corona-Krise: Unsere Solidarität mit armen Ländern ist gefordert | Caritas Schweiz

Plakat Caritas-Sonntag, 29.August 2021. (c) Fabian Biasio

Danke für Ihre Unterstützung

Noumoudio Diarra, Bäuerin am Wegnia-See in Mali, sichert ihre Existenz mit Tomaten. C John Kalapo