Papst Leo XIV. trifft Maria Montserrat Alvarado,  Präsidentin und Geschäftsführerin von EWTN News, am 12. Mai 2025 im Vatikan.
Vatikan

Neue Vatikan-Kommunikationschefin spricht über sich und ihre Ideen

Mit 39 Jahren wird die US-Amerikanerin Montserrat Alvarado die
jüngste Führungskraft an der Spitze einer Kurienbehörde im Vatikan.
Kurz vor Amtsantritt erzählt sie von sich – dienstlich
als auch privat.

Ludwig Ring-Eifel (CIC)

Die designierte Kommunikationschefin des Vatikans,
Montserrat Alvarado, hält weitreichende Veränderungen in der Struktur
der Vatikan-Kommunikation für möglich. In einem Interview mit ihrem
bisherigen Arbeitgeber, dem privaten katholischen Mediennetzwerk
EWTN, sagte die US-Amerikanerin: «Es ist der Moment, in dem digitale
und herkömmliche Formen der Kommunikation zusammenkommen.» 

Genau diesen Übergang habe Papst Leo XIV. bei EWTN beobachten können,
sagte Alvarado. Deshalb sei es möglich, dass er etwas Vergleichbares
für den Vatikan im Auge habe. Sie selbst nannte sich «Profi der
nächsten Generation». Am 1. November übernimmt Alvarado die
Gesamtleitung der Medien und der Kommunikation des Heiligen Stuhls. 

«Ich setze keine eigene Vision durch»

Alvarado sagte, sie versuche noch zu verstehen, was der Papst auf dem
Posten von ihr erwarte. Sie werde keinesfalls eine eigene Vision
durchsetzen. «Vielmehr nehme ich eine Vision entgegen und setze sie
um.» Ohne konkret zu werden, deutete sie an, von Leo XIV. direkt für
die Aufgabe angesprochen worden zu sein.

Zu möglichen Strukturveränderungen im vatikanischen Medienapparat
sagte Alvarado, sie komme aus einem technikzentrierten Umfeld. Sie
äusserte die Erwartung, dass Journalisten auf mehreren technischen
Plattformen arbeiten könnten. 

Umstellungen hält Alvarado für möglich

Als Vorbild für Personalführung verwies Alvarado auf die New Yorker
Football-Trainerlegende Vince Lombardi (1913-1970) und erläuterte:
«Du hast alle Spieler, die du brauchst, aber sie spielen auf der
falschen Position. Also musst du die Dinge vielleicht neu ordnen,
oder wir entdecken etwas ganz Neues.» Ausserdem werde sie
Analyse-Instrumente nutzen, «um besser zu verstehen, was die Bedarfe
der Kirche sind». 

Alvarado, die als Kind mit ihren Eltern aus Mexiko in die USA
eingewandert war, bestätigte in dem Interview auch ein Detail aus
ihrem Privatleben: Demnach wurde ihre frühere Ehe annulliert, also
kirchenrechtlich für niemals gültig geschlossen erklärt. Zu ihrer
persönlichen theologischen oder kirchenpolitischen Ausrichtung
erklärte Alvarado: «Jeder Katholik, der den Katechismus und die Bibel
gelesen hat, weiss, was ich glaube.»

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Papst Leo XIV. trifft Maria Montserrat Alvarado, Präsidentin und Geschäftsführerin von EWTN News, am 12. Mai 2025 im Vatikan. | © KNA
28. Oktober 2026 | 07:00
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