Schweizer Bischofskonferenz ruft auf: «Die Einheit unter Gläubigen in aller Welt stärken»
Am kommenden Sonntag wird der Weltmissionstag gefeiert. Und zwar zum 100. Mal. Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und Präsident von Lausanne, Genf und Freiburg, appelliert an die Gläubigen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden.
Wolfgang Holz
«Als Bischöfe haben wir die Weihe nicht für eine bestimmte Diözese empfangen, sondern damit auch eine Verantwortung für die ganze Welt (Ad Gentes, Art. 38)», schreibt Bischof Morerod in seinem jüngsten Aufruf. Dasselbe gelte für alle Getauften. «Wir rufen sie daher auf, den Monat und Sonntag der Weltmission sich dieser Verantwortung bewusst zu werden.»
«Eins in Christus, vereint in der Mission»
Papst Leo XIV. habe für dieses Jahr das Thema «Eins in Christus, vereint in der Mission» gewählt, so Morerod. Das «Eins-sein in Christus» sei der Ausgangspunkt jeglichen kirchlichen, und, das bedeute, jeden missionarischen Wirkens. «Denn es gibt kein kirchliches Wirken, wenn es nicht missionarisch ist. Der Evangelisierungsauftrag erfordert versöhnte, geschwisterliche Herzen, die nach Gemeinschaft streben.»
Bereits 1926 Petition an Papst Pius XI.
Der Sonntag der Weltmission 2026 steht laut Charles Morerod ganz im Zeichen eines Jubiläums: Am 18. Oktober jähre sich die Einführung dieses Sonntags zum 100. Mal. Ein Blick auf die Geschichte zeige, dass dieses Anliegen von Anfang an im Mittelpunkt stand: Bereits 1926 betonte die Petition der Kongregation für die Evangelisierung der Völker an Papst Pius XI. die Bedeutung eines solchen Tages.
«Jede und jeder ist eingeladen, dazu einen Beitrag zu leisten – im Gebet ebenso wie durch eine solidarische Spende.»
«Auch heute will der Sonntag der Weltmission daran erinnern, worauf es wesentlich ankommt: die Einheit unter den Gläubigen zu stärken und lebendig zu halten. Jede und jeder ist eingeladen, dazu einen Beitrag zu leisten – im Gebet ebenso wie durch eine solidarische Spende. Auf diese Weise wachsen weltweit Verbindungen im Glauben, und nur so wird die Einheit der Kirche sichtbar und erfahrbar», fordert Bischof Morerod die Gläubigen in seinem Schreiben auf.
Kollekte in über 120 Ländern
An diesem Sonntag wird die Kollekte laut der Schweizer Bischofskonferenz in über 120 Ländern durchgeführt. Sie unterstütze Diözesen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien – dort, wo die Kirche oft unter schwierigen Bedingungen wirke und noch nicht finanziell selbsttragend sei.
«In diesem Jahr richtet Missio Schweiz den Fokus auf Bolivien: eine lebendige Kirche voller Glaubenskraft», so Morerod. Mit grossem Einsatz stehe sie an der Seite benachteiligter Menschen – in der Seelsorge, in der Bildung und im sozialen Bereich. «Doch auch sie ist auf Unterstützung angewiesen, um ihre wichtige Arbeit weiterzuführen. Die Schweizer Bischöfe und Territorialäbte rufen daher alle Gläubigen auf, sich grosszügig an der Kollekte des Sonntags der Weltmission vom 18. Oktober 2026 zu beteiligen und sich damit, mit den bedürftigen Ortskirchen in aller Welt solidarisch zu zeigen.»
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