Rotes Kreuz ruft zu Deeskalation in Nahost auf
Die Huthi-Miliz im Jemen hat Oberwasser – und greift den Nachbarn und Erzfeind Saudi-Arabien immer heftiger an. Das Internationale Rote Kreuz warnt vor einer Eskalation, unter der nur Unschuldige leiden würden.
(KNA) Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) warnt vor einer zunehmenden Gewaltspirale im Nahen Osten. «Eine weitere Verschärfung der Feindseligkeiten hätte katastrophale Folgen für Dutzende Millionen Menschen», erklärte die ICRC-Präsidentin Mirjana Spoljaric. «Es sind dringend Bemühungen erforderlich, um die Lage zu deeskalieren und die Zivilbevölkerung vor weiterem Leid zu schützen.»
Zahlen getöteter Zivilisten alarmierend
Hintergrund ist eine Ausweitung der Kriegshandlungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Milizen im benachbarten Jemen. Die schiitischen, vom Iran unterstützten Huthi haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien zuletzt deutlich ausgeweitet.
In der ganzen Region würden Zivilisten und Infrastruktur zunehmend zum Ziel von Angriffen. Erst vor Kurzem seien in Saudi-Arabien Menschen durch Attacken verletzt und getötet worden. Im Jemen hätten die Zahlen getöteter Zivilisten und gewaltsamer Vertreibungen ein alarmierend hohes Niveau erreicht.
Sie seien «ein weiteres Beispiel für die verheerenden Folgen von Feindseligkeiten für die Zivilbevölkerung», mahnte Spoljaric. «Zivilpersonen und zivile Objekte müssen von Angriffen verschont werden. Konfliktparteien müssen jederzeit zwischen Zivilpersonen, zivilen Objekten und militärischen Zielen unterscheiden.»
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