Katholische Schule in Gaza-Stadt öffnet nach drei Jahren wieder
Die Schule der katholischen Pfarrei zur Heiligen Familie in Gaza-Stadt hat trotz des anhaltenden Konflikts den Unterricht wieder aufgenommen. Seit Beginn der israelischen Militärkampagne im Oktober 2023 war die Schule geschlossen. Nun besuchen 820 Schülerinnen und Schüler sowie 180 Kindergartenkinder die Einrichtung.
(KAP) Weihbischof William Shomali vom Lateinischen Patriarchat bezeichnete die Wiedereröffnung als kleinen, aber wichtigen Schritt zur Normalität. Die Schule bietet den Kindern einen sicheren Ort mit vertrauten Abläufen und Lehrkräften, sagte er laut Vatican News dem Nachrichtenportal «OSV News».
Zufluchtsort für vertriebene Familien
Seit Beginn des Krieges diente das Gelände der Pfarrei zur Heiligen Familie als Zufluchtsort für vertriebene Familien. Im Jahr 2025 traf israelisches Panzerfeuer das Kirchengelände, wobei drei Menschen starben und neun verletzt wurden, darunter Pfarrer Gabriel Romanelli. Die Pfarrei beherbergt Laut Shomali weiterhin vertriebene Zivilisten. Einige Familien hätten inzwischen in ihre Häuser zurückkehren können, obwohl viele davon weiterhin beschädigt und in schlechtem Zustand seien.
Romanelli und die Mitarbeitenden der Pfarrei hätten die Schulgebäude schrittweise instandgesetzt, berichtete Patriarchalvikar Shomali. Die für den Unterricht notwendigen Räume seien freigeräumt worden, während weiterhin schutzbedürftiger Familien aufgenommen würden, die keinen sicheren Ort für eine Rückkehr hätten.
Das Lateinische Patriarchat bietet neben dem Unterricht auch psychologische Unterstützung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an, die traumatische Erfahrungen verarbeiten müssen. Die Pädagogen erhalten zudem materielle und moralische Unterstützung. Weihbischof Shomali würdigte den Einsatz der Lehrkräfte, die trotz eigener Schwierigkeiten weiterhin für ihre Schülerinnen und Schüler da sind.
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