Guido Estermann
Schweiz

«Visionär» wird neues «Zentrum für Kirchliche Arbeit und Entwicklung» leiten

Der Kirchenrat der Aargauer Kantonalkirche hat den Theologen Guido Estermann zum Leiter des entstehenden «Zentrums für Kirchliche Arbeit und Entwicklung» bestimmt. Er erhofft sich vom bisherigen Leiter der Fachstelle Bildung und Propstei «wichtige Impulse für die Zukunft der Kirche im Aargau».

Regula Pfeifer

Guido Estermann leitet seit August 2025 die Fachstelle Bildung und Propstei in Wislikofen AG. Diese wird per Januar 2027 mit drei weiteren Fachstellen der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau zusammengeführt. Daraus entsteht das «Zentrum für Kirchliche Arbeit und Entwicklung». Als Leiter wird Estermann damit künftig eine grössere katholische Institution führen.

Guido Estermann verfüge über Erfahrung, Gestaltungswillen und ein feines Gespür für kirchliche Entwicklungsprozesse, heisst es in der Mitteilung der Aargauer Kantonalkirche. Und weiter: «Als Visionär der Kirchenentwicklung ist er in der Lage, den umfassenden Systemwechsel und die damit verbundene Transformation voranzutreiben.»

«Fachlich ausgewiesen, erfahren und gut vernetzt»

«Mit Guido Estermann haben wir eine fachlich ausgewiesene, erfahrene und sehr gut vernetzte Persönlichkeit für diese anspruchsvolle Aufgabe gewählt», sagt Kirchenratspräsident Pascal M. Gregor laut Mitteilung. «Er bringt das nötige Feuer, einen klaren Blick für Kirchenentwicklung und ein partizipatives Führungsverständnis mit. Wir sind überzeugt, dass er gemeinsam mit den Mitarbeitenden und den Verantwortlichen in Pfarreien und Kirchgemeinden wichtige Impulse für die Zukunft der Kirche im Aargau setzen wird.»

Propstei Wislikofen
Propstei Wislikofen

Guido Estermann zeigt sich laut Mitteilung erfreut über die neue Aufgabe. «Die Kirche steht mitten in spannenden Zeiten der Veränderung.» Da gehe es darum, «Bewährtes zu bewahren und Neues zu wagen».

Aktuelle Aufbauarbeit

Bis Ende 2026 leitet er weiterhin die Fachstelle Bildung und Propstei. Parallel dazu leitet er den Aufbau des neuen Zentrums. Dies sei mit einem «umfassenden Systemwechsel» verbunden, heisst es in der Mitteilung. Die bewährte Arbeit der bisherigen Fachstellen wird in dieser Phase bewusst weitergeführt.

Zusammengeführt werden im neuen Zentrum die Fachstelle für Bildung und Propstei, jene für Diakonie, dann jene für Jugend und junge Erwachsene sowie jene für Katechese und Medien. Alle Mitarbeitenden dieser Fachstellen werden weiterbeschäftigt.

Aufgaben des neuen Zentrums

Das neue Zentrum versteht sich als Fachzentrum für Kirchenentwicklung. Es wird laut Mitteilung künftig Pastoralräume und Kirchgemeinden bei strukturellen und pastoralen Transformationsprozessen begleiten. Es werde Aus- und Weiterbildungsangebote organisieren und sich in gesellschaftlichen und sozialen Fragen engagieren und ökumenisch sowie mit dem Bistum Basel zusammenarbeiten. Die Arbeit werde künftig in den Themenkreisen Mensch und Gesellschaft, Aus- und Weiterbildung, Kirchenentwicklung, Dienstleistungen und Kooperationen organisiert, heisst es in der Mitteilung.

Estermann habe zudem ein gutes Verständnis für beide Seiten des dualen Systems, heisst es weiter. Der Theologe ist aktuell Präsident der Kirchenpflege Hitzkirch im Kanton Luzern. Zuvor war hatte er dasselbe Amt in der Kirchgemeinde Kriens inne und er war Mitglied der Luzerner Synode, dem kantonalkirchlichen Parlament.

Vorherige Stationen

Vor seiner Aufgabe in der Fachstelle Bildung und Propstei der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau arbeitete Estermann für das Generalvikariat Zürich-Glarus, als Beauftragter Pastoral. Davor leitete er während zehn Jahren die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien der Katholischen Kirche des Kantons Zug.

Noch früher war er als Pfarrblattredaktor tätig. Während 23 Jahren war er zudem als Dozent an der Pädagogischen Hochschule Schwyz und fünf Jahre als Projektleiter der Stiftung Weltethos tätig.

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Guido Estermann | © Felix Wey
18. August 2026 | 16:00
Lesezeit : ca. 2  Min.
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