Menschen halten Schilder mit der Aufschrift "Sudan", "Gaza" und "Siria" (dt. Syrien), beim Mittagsgebet am Neujahrstag, dem 1. Januar 2026, im Vatikan.
Vatikan

Papst spricht mit Sudans Regierungschef über humanitäre Hilfe

Seit drei Jahren herrscht im Sudan Bürgerkrieg. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Nun war Regierungschef Kamil Idris im Vatikan, um über die Lage in seinem Land zu sprechen.

Severina Bartonitschek

(CIC) Der sudanesische Regierungschef Kamil Idris hat im Vatikan über die Lage seines Landes gesprochen. Wie der Vatikan jüngst bekanntgab, war Idris zunächst von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen worden. Anschliessend traf der Sudanese mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und einem Vertreter des vatikanischen «Aussenministeriums» zusammen.

Bei den Gesprächen ging es laut Vatikan um die schwere Krise, die den vom Krieg zerrütteten Sudan seit Beginn der Kämpfe zwischen der Armee und der RSF-Miliz vor drei Jahren heimsucht. Im Sudan und den angrenzenden Staaten sind unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen gut 11 Millionen und knapp 15 Millionen Menschen auf der Flucht. Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef leiden 21 Millionen der insgesamt rund 52 Millionen Sudanesen unter akutem Hunger.

Anzeige ↓     Anzeige ↑

In diesem Zusammenhang sei bei den Gesprächen im Vatikan erneut die dringende Notwendigkeit betont worden, einen Waffenstillstand zu erreichen, der Bevölkerung Hilfe zu leisten und einen aufrichtigen Dialog zwischen allen Parteien der sudanesischen Nation einzuleiten, hieß es anschliessend. Ziel sei es, den Konflikt zu beenden und gemeinsam Frieden zu schaffen, so der Vatikan.


Menschen halten Schilder mit der Aufschrift «Sudan», «Gaza» und «Siria» (dt. Syrien), beim Mittagsgebet am Neujahrstag, dem 1. Januar 2026, im Vatikan. | © KNA
12. Mai 2026 | 07:00
Lesezeit : ca. 1  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!