Katholische Kirchgemeinde Zug dank Firmensteuern mit sattem Millionenplus
Der Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Zug präsentiert einen Jahresabschluss 2025 mit einem satten Plus von 3,7 Millionen Franken. Dank der soliden Finanzlage konnten alle Investitionen aus Eigenmitteln gedeckt werden. Der Überschuss soll hauptsächlich dem Fonds für die Sanierung und Nutzungserweiterung der Kirche St. Michael zugeführt werden.
(woz) Der Kanton Zug ist nach wie vor sehr reich. Das zeigt sich bei den eingenommenen Kirchensteuern im letzten Jahr. Die Katholische Kirchgemeinde Zug schliesst das Rechnungsjahr 2025 mit einem Ertragsüberschuss von 3,7 Millionen Franken deutlich über dem budgetierten Wert von 159’000 Franken ab, teilt die Kirchgemeinde mit. Dies bei Gesamterträgen von 26,2 Millionen. und Aufwendungen von 22,5 Millionen Franken.
Bei den Firmen und Unternehmen sprudelt es
Ausschlaggebend für das starke Ergebnis sind laut Katholischer Kirchgemeinde Zug erneut hohe Fiskalerträge bei den juristischen Personen, sprich: bei den Firmen und Unternehmen. Diese liegen rund 2,7 Millionen Franken über dem Budget, jedoch erstmals leicht unter dem Vorjahreswert. Zusätzliche positive Effekte brachte die Neubewertung des renovierten Kanonenhauses. Gleichzeitig blieben die Ausgaben insgesamt leicht unter den budgetierten Werten.
Projekte aus Eigenmitteln finanziert
Dank der stabilen finanziellen Basis konnten sämtliche Investitionen aus Eigenmitteln gedeckt werden. Ein besonders anspruchsvolles Projekt sei die Restaurierung des historischen Kanonenhauses gewesen, die im Frühling 2025 seinen Abschluss fand. Dessen Übergabe an die neue Mieterin, die Stiftung zuwebe, sei ein Highlight im Berichtsjahr.
«Wir haben einen Weg gefunden, einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres baukulturellen Erbes zu leisten und gleichzeitig unserem diakonischen Auftrag nachzukommen, indem wir mitten in der Zuger Altstadt Wohnraum für Menschen mit einer Beeinträchtigung anbieten», sagt Kirchenratspräsident Patrice Riedo.
Mittel für Sanierung von St. Michael
Der Kirchenrat beantragt auch in diesem Jahr, den Ertragsüberschuss gezielt für zukünftige Investitionen einzusetzen. Vorgesehen ist, drei Millionen Franken dem Fonds zur Sanierung der Kirche St. Michael zuzuweisen. Zudem sollen 500’000 Franken an gemeinnützige Organisationen gespendet und 150’000 Franken als Beitrag für die Renovation der Klosterkirche Maria Opferung verwendet werden. Über die Anträge entscheidet die Kirchgemeindeversammlung vom 2. Juni.
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