Plakat der neuen Kampagne der Katholischen Kirche im Bistum St. Gallen
Schweiz

Kampagne lenkt Blick auf kirchliches Engagement für die Gesellschaft

Die Katholische Kirche im Bistum St. Gallen will die Menschen einladen, sich ein differenziertes Bild von der Kirche zu machen. Jüngst hat sie eine neue Kampagne gestartet, in der sie ihr Engagement für die Gesellschaft präsentiert. Die Kampagne läuft über verschiedene Kanäle.

(bal) Gemeinsam haben das Bistum St. Gallen und der Katholische Konfessionsteil im Kanton St. Gallen am Montag die Kampagne «Ich bin dabei» gestartet. «Selbstbewusst zeigt die Kampagne auf, welch einzigartigen Beitrag die Katholische Kirche zum Gemeinwohl in der Region leistet», schreiben Bistum und Konfessionsteil in einer Mitteilung. Im Zentrum stünden Menschen, die sich tagtäglich in unterschiedlichen Bereichen engagieren. Etwa in Seelsorge, Bildung, Kultur oder Nothilfe.

Mit der Kirche im Gespräch bleiben

Die Kampagne verstehe sich auch «als Einladung, sich ein differenziertes Bild zu machen, mit der Kirche im Gespräch zu bleiben und vielleicht selbst zu sagen: ‹Ich bin dabei›.» Schlagzeilen der letzten Monate hätten manchmal in den Hintergrund rücken lassen, welch grosses Engagement die katholische Kirche an den Tag lege, erklären Bistum und Konfessionsteil.

Spitalseelsorgerin auf einem Plakat der neuen Kampagne
Spitalseelsorgerin auf einem Plakat der neuen Kampagne

Mitarbeitende und Freiwillige leisten aus Sicht der Kirche wertvolle Beiträge und bilden den Kitt der Gesellschaft. Die neue Kampagne mache stellvertretend für alle einige dieser Menschen sichtbar. Zum Beispiel die Spitalseelsorgerin, ein Gefängnisseelsorger, Jugendliche aus Verbänden, freiwillige Mitarbeiter von Caritas, Kinder an der Domsingschule oder der St. Galler Bischof Beat Grögli.

«Sensibles Thema» Missbrauch kommt zur Sprache

Eines der Plakatmotive greife mit dem sexuellen Missbrauch «ein besonders sensibles Thema» auf. «Dies zeigt: Die heutigen Verantwortlichen stellen sich auch den dunklen Kapiteln der Kirchengeschichte.» Sie setzten sich für eine konsequente Aufarbeitung ein, was unter anderem auch durch die in Auftrag gegebene Studie zum sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche Schweiz unterstrichen werde, schreiben das Bistum und der Konfessionsteil. Auf dem Plakat steht «Offen über Missbrauch reden».

Plakate und Website

Die Kampagne läuft über verschiedene Kanäle. So werden in rund 25 Ortschaften Plakate ausgehängt, auf denen die in unterschiedlichen Bereichen engagierten Menschen zu sehen sind. Der Aushang von Plakaten soll im kommenden Herbst und im Frühjahr 2027 wiederholt werden. Ausserdem gibt es eine eigene Kampagnenwebsite (www.ich-bin-dabei.ch) Über den QR-Codes auf den Plakaten kann man direkt zu den entsprechenden thematischen Unterseiten gelangen.

Ebenfalls geplant seien Online-Werbeschaltungen und Social-Media-Beiträge. Die auf den Plakaten beteiligten Menschen kommen demnach auch in Videoclips zu Wort, die auf der Website zu finden sind und auf Social-Media ausgespielt werden.

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Plakat der neuen Kampagne der Katholischen Kirche im Bistum St. Gallen | © Bistum St. Gallen/Konfessionsteil
5. Mai 2026 | 15:00
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