Das Kinderspital in Bethlehem hilft evakuierten Kindern aus Gaza.
Schweiz

St. Galler Katholiken unterstützen Kinderspital Bethlehem

Das Kinderspital Bethlehem im Westjordanland betreut auch Kinder, die aus dem Gazastreifen evakuiert werden konnten. Nun unterstützen die St. Galler Katholikinnen und Katholiken diese humanitäre Hilfe mit 25’000 Franken. Ein weiterer Hilfskredit kommt Opfern des tropischen Wirbelsturms «Melissa» auf Kuba zugute.

(bal) Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen hat einen Hilfskredit in der Höhe von 25’000 Franken zugunsten des Kinderspitals Bethlehem gesprochen. Das teilte der Katholische Konfessionsteil am Montag mit. Das Kinderspital im Westjordanland ist auch unter dem Namen Caritas Baby Hospital bekannt.

Regelmässig leiste die katholische Kirche des Kantons St. Gallen mit zur Verfügung stehenden Mitteln auch Katastrophenhilfe im Ausland, heisst es im Communiqué. Grosses Leid durchlebten seit den Angriffen Israels auf Gaza Kinder aus dieser Region. Schon während des Kriegs und auch nach Eintreten der brüchigen Waffenruhe habe das Kinderspital die medizinische Betreuung mehrerer Kinder übernommen, die evakuiert werden konnten, schreibt der Katholische Konfessionsteil.

Caritas Baby Hospital in Bethlehem
Caritas Baby Hospital in Bethlehem

Das Caritas Baby Hospital wird vom Verein Kinderhilfe Bethlehem mit Geschäftssitz in Luzern getragen, dem nun die 25’000 Franken zur Verfügung gestellt werden.

Hilfe auch für Hurrikan-Opfer auf Kuba

Der Administrationsrat hat zudem einen weiteren Hilfskredit in der Höhe von 15’000 Franken gesprochen. Diese Mittel fliessen laut Communiqué nach Kuba als humanitäre Hilfe für die Opfer des Hurrikans «Melissa».

Der tropische Wirbelsturm hatte Ende Oktober schwere Schäden in der Karibik verursacht. «Viele Familien haben alles verloren, und die Situation wird durch den Mangel an Grundgütern, die epidemiologische Lage und anhaltende Stromausfälle noch verschlimmert», so der Katholische Konfessionsteil.

Kirche als «stille Hoffnungsträgerin» auf Kuba

Der Beitrag von 15’000 Franken wird demnach dem Hilfswerk «Kirche in Not» zugesichert. Dieses spiele eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Menschen. Die Kirche auf Kuba sei für viele Menschen eine «stille Hoffnungsträgerin».

In einem Umfeld, das von wirtschaftlichen Engpässen, eingeschränkten Freiheiten und einem Mangel an Perspektiven geprägt sei, kämen der seelsorgerischen und sozialen Präsenz der Kirche eine besondere Bedeutung zu, so die Medienmitteilung. «Sie trägt zur spirituellen Stärkung der Menschen bei, organisiert gemeinschaftliche Hilfeleistungen und stärkt den familiären und sozialen Zusammenhalt.»

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Das Kinderspital in Bethlehem hilft evakuierten Kindern aus Gaza. | © Meinrad Schade/Kinderhilfe Bethlehem
6. Januar 2026 | 12:00
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