Das Kloster der Ilanzer Dominikanerinnen: Vorne rechts die Schule, dahinter das heutige Gäste- und Seminarhaus (früher Internat mit Schultrakt der Real- und Sekundarschule für Mädchen).
Schweiz

160 Jahre Ilanzer Dominikanerinnen – «wie das Amen in der Kirche»

Mit einem feierlichen Benefizanlass haben die Ilanzer Dominikanerinnen jüngst ihr 160-jähriges Bestehen gefeiert. Unter der Schirmherrschaft von Nationalrat Martin Candinas und mit Unterstützung des Lions Club Rheinquelle blickten zahlreiche Gäste auf eine lange Tradition von Bildung, Pflege und gelebter Nächstenliebe zurück.

(woz) Generalpriorin Schwester Annemarie Müller empfing am 30. August zahlreiche Gäste bei wunderschönem Spätsommerwetter auf der festlich geschmückten Terrasse des Klosters. Alphornklänge der Alphorngruppe Ruinaulta liessen die Herzen höherschlagen Bei einem Apéro aus der Klosterküche, begleitet von anregenden Gesprächen mit den Schwestern, war spürbar, wie tief die Wertschätzung für die Gemeinschaft ist.

Schwester Annemarie Müller, Generalpriorin der Ilanzer Dominikanerinnen.
Schwester Annemarie Müller, Generalpriorin der Ilanzer Dominikanerinnen.

Zarte Flötenklänge

Eine eindrückliche Dankesandacht, umrahmt von zarten Flötenklängen der Schwestern, führte in die spirituelle Tiefe des Jubiläums, wie es in einer Medienmitteilung des Klosters heisst. Hier wurde deutlich, worauf 160 Jahre Wirken gründen: Vertrauen in Gottes Liebe, Mut zur Veränderung, immer wieder neue Wege zu finden und die unerschütterliche Kraft der Nächstenliebe.

In seiner Ansprache erinnerte der Schirmherr des Anlasses, Nationalrat Martin Candinas, eindrücklich daran, welch tiefe Spuren die Ilanzer Dominikanerinnen in der Surselva hinterlassen haben. Inspiriert von der Vision des Bündner Priesters Johann Fidel Depuoz und getragen von der Mitgründerin Schwester Maria Theresia Gasteyer haben die Schwestern seit 1865 mit vielen Sozialwerken Geschichte geschrieben.

Nationalratspräsident Martin Candinas
Nationalratspräsident Martin Candinas

Spital, Pflegerinnenschule, Bäuerinnenschule

Dazu zählen das Regionalspital Ilanz, die Pflegerinnenschule und die Bäuerinnenschule ebenso wie die Gründung und Begleitung von Kindergärten und Altersheimen. Ihr Wirken reichte jedoch weit über die Grenzen der Region hinaus: nach Österreich, Deutschland, China, Brasilien, auf die Philippinen und nach Taiwan – stets getragen vom Geist des Dienens und der Menschlichkeit.

«Ilanz ohne sein Kloster ist unvorstellbar. Unsere Dominikanerinnen gehören zu unserer Region – wie das Amen in der Kirche.»

Besonders hob Candinas die Rolle der Schwestern in der Surselva hervor: ihren unermüdlichen Einsatz in der Bildung und im Gesundheitswesen, ihr tiefes Engagement für die Förderung und Stärkung von Mädchen und Frauen sowie ihre Offenheit gegenüber allen Menschen.

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Der Nationalrat brachte es in bewegenden Worten auf den Punkt: «Ilanz ohne sein Kloster ist unvorstellbar. Unsere Dominikanerinnen gehören zu unserer Region – wie das Amen in der Kirche.»


Das Kloster der Ilanzer Dominikanerinnen: Vorne rechts die Schule, dahinter das heutige Gäste- und Seminarhaus (früher Internat mit Schultrakt der Real- und Sekundarschule für Mädchen). | © zVg
3. September 2025 | 16:00
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