Konklaveteilnehmer: Franziskus soll Papstwahl beeinflusst haben
Hat Papst Franziskus die Wahl seines Nachfolgers beeinflusst? Ein mutmasslicher Konklave-Teilnehmer behauptet das angeblich. Und der Unbekannte nennt weitere Namen, die eine Rolle beim Konklave gespielt haben sollen.
(CIC) Hat ein Kardinal weitere Geheimnisse rund um das letzte Konklave ausgeplaudert? Laut einem anonymen Kardinal soll sich Leos Vorgänger Franziskus vor seinem Tod gezielt für den US-Amerikaner eingesetzt haben.
Das Nachrichtenportal «Roma today» veröffentlichte einen Bericht über ein angebliches Gespräch mit einem namentlich nicht genannten Kardinal.
Franziskus soll zum Telefon gegriffen haben
Dieser behauptet demnach, Franziskus habe Kardinäle, denen er vertraute, angerufen und sie um ihre Stimme für Robert Francis Prevost, nun Leo XIV., gebeten. Bei der ersten Wahlrunde habe der US-Amerikaner dann bereits weit vorne gelegen, soll der Kardinal weiter verraten haben.
In einem Interview kurz nach der Papst-Wahl hatte sich der irakische Kardinal Raphael Louis Sako ähnlich geäussert. Prevost habe schon im ersten Wahlgang viele Stimmen erhalten, die anschließend immer weiter gestiegen seien.
Der spanische Kardinal Cristóbal López Romero hingegen hatte die Stimmen in der ersten Wahlrunde als «sehr zerstreut» beschrieben. In den Folgerunden hätten sie sich dann «allmählich» auf einen Namen konzentriert. Papst Leo XIV. hatte im vierten Wahlgang die notwendige Zweidrittel-Mehrheit erreicht.
Einfluss auch aus Luxemburg?
Verantwortlich dafür soll laut dem aktuellen Bericht kein anderer gewesen sein als der Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich. Als nur noch ein paar Stimmen fehlten, habe er sich eingeschaltet und «die Dinge in Ordnung gebracht», zitiert der Autor den anonymen Kardinal.
Der insbesondere von den Medien als Favorit gehandelte Kardinal Pietro Parolin habe daraufhin seine Nichtverfügbarkeit für die Papst-Wahl erklärt. Er sei der Favorit der «Linken» gewesen, während die Traditonalisten, angeführt von Kardinal Robert Sarah, den ungarischen Kardinal Péter Erdö auf dem Papstthron sehen wollten. Nur wer sich geirrt habe, habe nicht für Prevost gestimmt, soll der Kardinal dem Autor nach einem Abendessen auf einer römischen Terrasse gesagt haben.
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