Bischof Charles Morerod führt in seinem Bistum Lausanne, Genf, Freiburg einen Personalausweis mit QR-Code ein.
Schweiz

Bischofskonferenz begrüsst Rücktritt des Abtes von Saint-Maurice

Die Schweizer Bischofskonferenz äussert sich zum Rücktritt von Jean Scarcella als Abt von Saint-Maurice. Sie begrüsse diesen Schritt, teilt sie mit. Und dankt ihm für seine Mitarbeit.

Regula Pfeifer

Am Samstag hat der Vatikan den Rücktritt von Abt Jean Scarcella als Abt von Saint-Maurice angenommen. Am selben Abend meldete sich die Schweizer Bischofskonferenz in einer Mitteilung dazu. Ihr Präsident ist Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg.

Sie habe die Nachricht zur Kenntnis genommen und begrüsse den Schritt, hiess es darin. Gleichzeitig dankte die SBK dem Abt für seine zehnjährige Mitarbeit in ihrem Gremium.

Untersuchungsbericht gab Ausschlag

Die Abtei Saint-Maurice im Wallis hat einen unabhängigen Bericht über den sexuellen Missbrauch durch ihre Kanoniker in den letzten Jahrzehnten in Auftrag gegeben. «Abt Jean Scarcella hatte die Veröffentlichung des Berichts am 20. Juni abgewartet und sich nun entschlossen, zurückzutreten, damit sein Nachfolger die im Bericht geforderten Reformen und Erneuerungen in Angriff nehmen kann», schreibt die SBK.

Abt Jean Scarcella von Saint-Maurice, 2028
Abt Jean Scarcella von Saint-Maurice, 2028

An der letzten Vollversammlung des Gremiums Anfang Juni nahm Jean Scarcella wieder teil. Dies war in der SBK-Mitteilung nur kurz vermerkt, während der neue Bischof von St. Gallen, Beat Grögli, herzlich willkommen geheissen wurde. Scarcella gehörte dem Gremium der Schweizer Bischöfe als Territorialabt an.

Nach «Nihil obstat» aus Rom wieder Abt

Jean Scarcella hatte sich vor eineinhalb Jahren wegen Missbrauchsvorwürfen freiwillig von seinem Amt als Abt von Saint-Maurice zurückgezogen. Diesen März erhielt er vom Dikasterium der Bischöfe das «Nihil obstat», wieder als Abt zu wirken. Das tat er auch, was kritische Reaktionen gerade seitens der Dachorganisation der Landeskirchen hervorrief.

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Bischof Charles Morerod führt in seinem Bistum Lausanne, Genf, Freiburg einen Personalausweis mit QR-Code ein. | © Bernard Hallet
30. Juni 2025 | 14:00
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