Spitalseelsorgerin Sabine Zgraggen zum Papst: «Er rief dazu auf, Kranken mit Liebe und Empathie zu begegnen»
Papst Franziskus war stets für die Schwachen und Armen da. Nicht zuletzt seine persönlichen Gebrechen und Krankheiten haben gezeigt, wie wichtig der Dienst an Kranken ist. Daran erinnert Sabine Zgraggen, Leiterin der kath. Spital- und Klinikseelsorge Zürich, gegenüber kath.ch.
«Papst Franziskus hat sich in seinen Schriften und Botschaften wiederholt und sehr deutlich zum Dienst an den Kranken geäussert», sagt Sabine Zgraggen. «Besonders in seinen jährlichen Botschaften zum Welttag der Kranken betonte er die zentrale Rolle von Mitgefühl, Nähe und ganzheitlicher Begleitung.»
«Die erste Behandlung, die wir bei Krankheit brauchen, ist eine Nähe voller Mitgefühl und Güte.»
In seiner Botschaft zum 33. Welttag der Kranken im Jahr 2025 habe Papst Franziskus geschrieben, so Zgraggen: «Die erste Behandlung, die wir bei Krankheit brauchen, ist eine Nähe voller Mitgefühl und Güte. Sich um einen kranken Menschen zu kümmern, bedeutet daher zuerst, sich um seine Beziehungen zu kümmern, um alle seine Beziehungen: zu Gott, zu den anderen – Familie, Freunde, medizinisches Personal –, zur Schöpfung, zu sich selbst.»
Diese Worte unterstreichen laut Zgraggen die Überzeugung des Papstes, «dass der Dienst an den Kranken nicht nur medizinische Versorgung umfasst, sondern auch spirituelle und zwischenmenschliche Unterstützung. Er rief dazu auf, den Kranken mit Liebe und Empathie zu begegnen und ihre Würde in jeder Lebenslage zu achten. Deshalb gedenken wir Spital- und Klinikseelsorgende in grosser Dankbarkeit Papst Franziskus, der uns trotz seines hohen Alters ein glaubwürdiges Zeugnis und Vorbild für unsere Berufungen gab. Wir fühlen uns durch ihn auch bestärkt, den Weg als Frauen und Theologinnen in der Kirche mutig weiter zu gehen. (woz)
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