Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore, wo er auf seinen Wunsch hin bestattet wird.
Vatikan

Papst Franziskus wird am Samstag beigesetzt

Alle Kardinäle weltweit wurden in den Vatikan gerufen, um den Kirchenstaat vorübergehend zu verwalten und später einen neuen Papst zu wählen. Eine erste Versammlung mit einigen Entscheidungen fand bereits statt: Papst Franziskus wird am Samstag beigesetzt.

Die ersten rund 60 Kardinäle sind am Dienstagmorgen im Vatikan zusammengekommen. Bei der etwa eineinhalbstündigen Begegnung trafen sie zwei wichtige Entscheidungen für die kommenden Tage. Demnach wird der Leichnam des am Ostermontag verstorbenen Papstes am Mittwochmorgen in den Petersdom überführt. Bald danach können Menschen von ihm Abschied nehmen.

Trauerfeierlichkeiten auf Petersplatz

Die Trauerfeierlichkeiten finden am Samstag um 10 Uhr auf dem Petersplatz statt. Der Begräbnisliturgie wird Kardinaldekan Giovanni Battista Re vorstehen. Danach werden die sterblichen Überreste von Franziskus in seiner Lieblingsbasilika Santa Maria Maggiore beigesetzt.

Ritus der Sarglegung am Montagabend

Noch am Montagabend wird der Leichnam des verstorbenen Papstes in den dafür vorgesehen Sarg gelegt. Dies hatte der päpstliche Zeremonienmeister Diego Ravelli bereits am Montagmittag angekündigt. Zugleich werde der Tod des Kirchenoberhauptes nochmals offiziell festgestellt.

Eine offene Aufbahrung des Leichnams auf einem Katafalk – wie bei früheren Papsttoden – ist nicht vorgesehen. Der Ritus der Sarglegung findet in der Kapelle des Gästehauses Casa Santa Marta statt. In dem Gästehaus hatte Papst Franziskus seit seiner Wahl im März 2013 gelebt, und dort ist er am Morgen des Ostermontags mit 88 Jahren gestorben.

Kevin Farrell bekommt drei Assistenten

Weiter wurden die drei Assistenten des Kardinalkämmerers Kevin Farrell per Los bestimmt. Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, unterstützen den «Camerlengo» in den nächsten drei Tagen der ehemalige Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der polnische Kardinal Stanislaw Rylko und der italienische Kurienkardinal Fabio Baggio.

Danach wird erneut unter den dann anwesenden Kardinälen gelost. Von den insgesamt 252 Kardinälen sind 135 unter 80 Jahren und demnach wahlberechtigt beim nächsten Konklave.

Nächste Kardinalsversammlung am Mittwochnachmittag

Die nächste Versammlung der Kardinäle findet am Mittwochnachmittag statt. Laut Vatikan sind zu diesen Treffen alle Kardinäle eingeladen. Dazu zählt auch der erstinstanzlich wegen Veruntreuung von Vatikangeldern zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilte Kardinal Angelo Becciu. Ob er lediglich an den Versammlungen teilnehmen wird oder auch seine Stimme bei der anstehenden Papstwahl abgeben darf, ist derzeit ungewiss. Im Jahr 2020 verlor er alle mit dem Kardinalsamt verbundenen Rechte, seinen Titel behielt er jedoch. (cic/kna)

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Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore, wo er auf seinen Wunsch hin bestattet wird. | © KNA
22. April 2025 | 15:00
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