Sternsingerkinder bringen Segen ins Bundeshaus
Zum Auftakt der schweizweiten Aktion Sternsingen haben drei Sternsinger-Gruppen gestern das Bundeshaus in Bern besucht und vor Parlamentarierinnen und Parlamentariern gesungen. Empfangen wurden sie von Nationalratspräsidentin Maja Riniker.
Drei Gruppen von Sternsingerinnen und Sternsingern aus den drei Sprachregionen der Schweiz haben in Bern am Montag die über 10’000 Sternsingerinnen und Sternsinger aus der ganzen Schweiz vertreten.
«Der Empfang im Bundeshaus unterstreicht die grosse Wertschätzung, die die Politik der landesweit grössten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entgegenbringt», schreibt Missio Schweiz in einer Mitteilung. Die Stiftung organisiert das Sternsingen in der Schweiz.
Startschuss für die Aktion im Januar
Der Anlass markierte den offiziellen Startschuss der Aktion Sternsingen 2025. Die insgesamt dreizehn Sternsingerinnen und Sternsinger kamen aus Biel (BE), Boudry (NE) und Origlio/Ponte Capriasca (TI). Sie trugen traditionelle Advents- und Weihnachtslieder sowie Sternsingersprüche aus ihren Heimatregionen vor. Und übermittelten so die Anliegen der Aktion den Parlamentarierinnen und Parlamentariern in Bundesbern.
Kathrin Kaufmann-Lang von Missio Schweiz betonte in ihrer Ansprache das Anliegen der Sternsingeraktion: die Rechte von Kindern weltweit. Sie erinnerte daran, dass die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen seit 1989 den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern garantiere. Doch zeigten aktuelle Zahlen, dass Kinderrechte nach wie vor international gestärkt und verteidigt werden müssten.
«Ihr bringt heute eine wichtige Botschaft in dieses Haus – eine Botschaft der Solidarität von Kindern in der Schweiz mit Kindern in anderen Teilen der Welt. Ich wünsche euch viel Erfolg für eure Aktion», sagte Nationalratspräsidentin Maja Riniker laut Mitteilung zur Sternsinger-Delegation.
«Ich möchte, dass alle Kinder auf der Welt das Recht haben, in die Schule zu gehen.»
Mila
Für Mila, Elin, Shirin und Janneka aus Biel war der Besuch im Bundeshaus ein Erlebnis. Die neunjährige Mila sagte demnach: «Ich möchte, dass alle Kinder auf der Welt das Recht haben, in die Schule zu gehen.» Ihre Gruppenmitglieder ergänzten, dass auch sie sich gerne dafür einsetzen und Spenden sammeln werden, um Kindern weltweit zu helfen.
Die eigentliche Sternsinger-Aktion findet zwischen Neujahr und dem Dreikönigstag statt. Dann ziehen in der gesamten Schweiz über 10’000 Kinder und Jugendliche als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus. Mit Liedern und Sprüchen überbringen sie die frohe Botschaft von Weihnachten und schreiben die Segensformel «C+M+B» (Christus Mansionem Benedicat, «Christus segne dieses Haus») an die Türen. Unter dem Motto «Kinder helfen Kindern» sammeln sie Spenden zugunsten von Kindern in Not.
Solidarität unter Kindern
Missio Schweiz ist überzeugt: Die Aktion Sternsingen 2025 vermittelt den beteiligten Kindern, dass sie sich für andere Kinder, denen es nicht so gut geht, konkret einsetzen können. Sie erfahren auch, dass alle Kinder weltweit das Recht auf ein Leben in Würde haben.
Die Aktion Sternsingen kann dank Spenden aus der Schweizer Bevölkerung Projekte zur Förderung der Kinderrechte in rund 100 Ländern finanzieren, so die Mitteilung.
Projekte weltweit
2021 wurden demnach Projekte in der Ukraine unterstützt, 2022 in Ägypten, Ghana und dem Südsudan, 2023 in Indonesien und 2024 in der grenzübergreifenden Amazonasregion. Die Spenden von 2025 werden Projekten in Kenia und Kolumbien zugutekommen. In Kenia – in der dürren Region Turkana – geht soll damit die Gesundheitsversorgung ausgebaut werden, die Ernährung sichergestellt und der Zugang zu Bildung gewährleistet werden. Im Projekt «Benposta» in Kolumbien finden Kinder und Jugendliche therapeutische Begleitung, Schutz, Bildung, die zuvor Gewalt und Vernachlässigung erlebten. (rp)
Basler Sternsinger-Kinder in Rom
Sternsingerinnen und Sternsinger aus der Pfarrei St. Anton in Basel werden an der Neujahrsmesse mit Papst Franziskus in im Petersdom in Rom teilnehmen, teilt Missio Schweiz mit.
Während ihrem Aufenthalt in Rom vom 28. Dezember bis zum 2. Januar 2025 sind auch Besuche bei der Päpstlichen Schweizergarde und der Schweizer Botschaft beim Heiligen Stuhl geplant. Den Schweizer Kardinal Kurt Koch sollen die Kinder ebenfalls treffen sowie das päpstlichen Kinderkrankenhaus «Bambino Gesù» besuchen.
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