Sie gründeten gemeinsam den Jugendrat: 13 junge Menschen und Bischof Joseph Maria Bonnemain
Schweiz

Neuer Jugendrat steht in direktem Kontakt zu Bischof Bonnemain

Am letzten Wochenende haben sich Jugendliche des Bistums Chur getroffen, um den Jugendrat zu gründen. Das neue Gremium junger Katholikinnen und Katholiken berät Bischof Joseph Maria Bonnemain und die Bistumsleitung. Auch bei Grundsatzfragen im Bistum muss es beigezogen werden.

Regula Pfeifer

«Ich wünsche mir, euch so oft wie möglich, zu sehen, überall dort, wo das Bistum sichtbar ist», sagte Bischof Joseph Maria Bonnemain laut Mitteilung an der ersten Plenarversammlung des neu gegründeten Jugendrats am Wochenende. Diese fand vom Freitag- bis Sonntagabend im Priesterseminar St. Luzi in Chur statt, heisst es seitens des Bistums Chur. Gut ein Dutzend junge Menschen wirkten mit.

Die Plenarversammlung nahm am Sonntag die Statuten Jugendrats des Bistums Chur an. Und Bischof Joseph Maria Bonnemain approbierte sie anschliessend. Damit ist das neue Gremium offiziell gegründet.

Netzwerk und Beratungsgremium

Was seine Aufgaben sind, und welchen Zweck es erfüllt, ist in den Statuten festgehalten. «Der Jugendrat des Bistums Chur ist ein Netzwerk junger Erwachsener zwischen 18 und 35 Jahren, die sich in und für die Kirche im Bistum Chur engagieren», seht da.

Statuten ausfeilen kann Spass machen: Jugendrat-Leute in Aktion - vorne rechts David Pollak
Statuten ausfeilen kann Spass machen: Jugendrat-Leute in Aktion - vorne rechts David Pollak

Das neue Gremium ist aber nicht nur ein loses Netzwerk junger Katholikinnen und Katholiken. Es hat im Bistum Chur eine offizielle Funktion. «Der Jugendrat ist als diözesaner Rat ein Beratungsorgan der Bistumsleitung», heisst es. «Er vertritt gegenüber der Bistumsleitung die Anliegen der jungen Menschen.» So erfahre Bischof Joseph Maria Bonnemain die Anliegen der jungen Erwachsenen aus erster Hand.

Mehr junge Frauen

Im Jugendrat sind mehr junge Frauen aktiv engagiert als Männer. Sie sind im Durchschnitt rund 23/24 Jahre alt und vertreten verschiedene Glaubensausrichtungen, Institutionen und  Gruppierungen junger Menschen, in- und ausserhalb von Pfarreien. Die Jugend der fremdsprachigen Missionen sind bisher nicht vertreten. Sie sollen nun gezielt zum Mitwirken motiviert werden, heisst es in der Mitteilung des Bistums.

Dialogisch und hörend unterwegs

Betont wird auch, dass «das Verhältnis zwischen Bistumsleitung und Jugendrat dialogisch und hörend» sei. Wer im Jugendrat mitwirkt, bestimmen allerdings nicht die jungen Menschen selbst. Der Bischof von Chur beruft sie in diese Aufgabe. Und er lädt zur Plenarversammlung des Jugendrats ein, gemeinsam mit dem Jugendrat-Vorstand.

Die Plenarversammlung wählt aus ihren Kreisen den Vorstand, der aus mindestens drei Personen bestehen muss. Gewählt worden sind am Wochenende fünf Vorstandsmitglieder. Eines davon wird fortan dauernder Gast bei den Sitzungen des diözesanen Rats der Religionspädagoginnen und Religionspädagogen, Theologinnen und Theologen und Ständigen Diakone sein, so die Statuten. Bei Bedarf werde ein Delegierter oder eine Delegierte die Anliegen des Jugendrats auch im Bischofsrat vertreten.

Bischof hat Konsultationspflicht

Ein entscheidender Punkt ist ebenfalls bestimmt: Der Bischof von Chur muss fortan den Jugendrat konsultieren vor grundsätzlichen Entscheiden, die das ganze Bistum betreffen.

Auch gemeinsames Feiern gehört beim Jugendrat dazu.
Auch gemeinsames Feiern gehört beim Jugendrat dazu.

Ansonsten debattiert die Plenarversammlung hauptsächlich über Fragen, die von jungen Menschen, vom Jugendratsvorstand oder vom Bischof eingebracht werden. In dieser Runde werde auch der Glaube gemeinsam geteilt und gefeiert, heisst es in den Statuten.

Unterstützung durch Jugendfachstellen

Unterstützt wird der Jugendrat wird von der Jugendseelsorge Zürich und der Fachstelle für Jugendseelsorge Graubünden. Insbesondere für die Budget-Erstellung sind diese beiden Fachstellen zuständig.

Die Statuten des neuen Jugendrats des Bistums Chur sind an der ersten Plenarversammlung des Jugendrats verabschiedet worden. Diese dauerte vom Freitag- bis am Sonntagabend. Bischof Joseph Maria Bonnemain hat die Statuten anschliessend approbiert.

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26. November 2024 | 12:00
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