Bischof Felix Gmür
Zitat

Bischof Gmür: «Der Einbezug aller Getauften ist neu ein ernstes Anliegen»

Bischof Felix Gmür vertritt die Schweizer Kirche an der Weltsynode im Vatikan. Es habe sich etwas verändert seit letztem Jahr, berichtet der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz in der aktuellen «Epistola».

«Der Kern der synodalen Beratungen bildet wie schon im vergangenen Jahr das Gespräch im Heiligen Geist. Hören ist hier das Wesentliche. So wie die Kirche als ganze eine hörende sein soll, so sollen auch die Christinnen und Christen hörende Gläubige sein. Es ist ein Hören auf das Wort Gottes, ein Hören auf die Menschen, ein Hören auf den Heiligen Geist. Letztlich wollen die Synodalen erkennen, was der Heilige Geist heute der Kirche zu sagen hat, die in die Welt hinaus und missionarisch sein will.

«Die Stimmung ist lockerer, weil wir uns schon alle kennen.»

Wir folgen den Kapiteln im Instrumentum laboris und tauschen uns in Sprachzirkeln aus. Die Stimmung ist gegenüber dem Vorjahr gelöster und lockerer, weil wir uns schon alle kennen. Trotzdem spürt man auch einen gewissen Druck. Denn viele fragen sich: Was bedeutet das jetzt konkret? Wie geht es weiter?

Der Einbezug aller Getauften ist ein Querschnittsthema, das in allen Gesprächen zur Diskussion steht. Dazu gehört auch der Einbezug von Frauen in die Entscheidungsprozesse. Ich habe den Eindruck, dass dies der übergrossen Mehrheit der Synodenteilnehmer ein ernstes Anliegen ist, wo man vorwärtskommen muss. Das hat sich seit dem letzten Jahr verändert.

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Sehr beeindruckend ist, dass in einem bestimmten Sinn die ganze Welt an der Synode teilnimmt. Wir sind in Frieden zusammen, wir hören aufeinander, wir reden miteinander, wir tauschen aus. Die Vielfalt der Kulturen ist dabei ebenso eine Bereicherung wie auch eine Herausforderung. Wie weit muss in der Kirche alles gleich sein auf der ganzen Welt? Wir suchen nach guten Wegen und danken allen für ihre Begleitung und ihr Gebet.»

Bischof Felix Gmür weilt seit Beginn des letzten Weltsynode-Treffens Anfang Oktober in Rom. Als seine wichtigsten Anliegen an diese Synode bezeichnete er gegenüber kath.ch die Dezentralisierung und die Frauenfrage.


Bischof Felix Gmür | © Regula Pfeifer
21. Oktober 2024 | 14:00
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