Papst Franziskus nennt Abbé Pierre einen «schlimmen Sünder»
Papst Franziskus den französischen Priester Abbé Pierre (1912 – 2007) klar kritisiert – obwohl dieser auch «viel Gutes» getan habe. Dies bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug nach Rom.
Über den einst als «Vater der Obdachlosen» gefeierten Geistlichen waren in den vergangenen Monaten Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe auf zahlreiche Frauen im Laufe seines langen Lebens bekannt geworden. Darunter sollen auch Minderjährige gewesen sein.
Reden über Missbrauch
Obwohl Abbé Pierre viel Gutes getan habe, sei er ein Sünder – darüber müsse man deutlich sprechen und dürfe es nicht verstecken, so Franziskus weiter bei der Pressekonferenz auf dem Flug von Singapur nach Rom am Freitag.
Es sei gut, dass solche Fälle bekannt werden, erklärte der Papst. Sexueller Missbrauch sei dämonisch, er zerstöre die Würde der betroffenen Person. «Der sexuelle Missbrauch von Kindern und Minderjährigen ist ein Verbrechen und eine Schande», schloss der Papst. (kna)
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