Priorin Irene Gassmann im Kloster Fahr
Schweiz

Priorin Irene erhält Aargauer Frauenpreis – Bundespräsidentin als Gast erwartet

Die Priorin des Klosters Fahr erhält den Frauenpreis des Aargauischen Katholischen Frauenbundes. «Das berührt mich sehr», sagt Irene Gassmann. An der Verleihung im November wird Bundespräsidentin Viola Amherd ein Grusswort sprechen.

Regula Pfeifer

Der Preis «berührt und bewegt mich sehr», sagt Priorin Irene Gassmann gegenüber kath.ch. Dass sie ihn erhalten habe, mache sie dankbar für ihr Leben im Kloster Fahr, für ihre Gemeinschaft, für ihr Netzwerk und für alles, was in den vergangenen Jahren möglich wurde.

Netz engagierter Frauen

Dass sie den Preis von einer katholischen Frauenorganisation erhält, bedeutet ihr viel. «Dieses tragende Netz von engagierten Frauen stärkt und freut mich sehr. Es ist wunderbar, ein Teil davon zu sein.» Anhand der Reaktionen merke sie, dass viele Menschen sich mitfreuten. «Das gibt der Kirche Aufwind in dieser rauen Zeit.»

Priorin Irene Gassmann - hier als Gastgeberin der Junia-Initiative, 2021
Priorin Irene Gassmann - hier als Gastgeberin der Junia-Initiative, 2021

Der Aargauische Katholische Frauenbund (AKF) würdigt mit dem Frauenpreis «Frauen, die durch ihre Arbeit und ihr Wirken einen bedeutenden Beitrag zu einer gerechteren Gesellschaft leisten», so die Mitteilung. Der Preis wird jährlich verliehen und ist mit 20’000 Franken dotiert.

Einsatz für Veränderungen in der Kirche

«Irene Gassmann engagiert sich seit 20 Jahren als Priorin des Klosters Fahr für die Klostergemeinschaft und setzt sich gleichzeitig für wesentliche Veränderungen in der Kirche ein», begründet der AKF die Wahl.

Priorin Irene Gassmann pilgerte 2016 für die Sache der Frau nach Rom.
Priorin Irene Gassmann pilgerte 2016 für die Sache der Frau nach Rom.

Die Priorin äussere sich «zur Rolle der Frau in der katholischen Kirche sowohl in spiritueller als auch in kirchenpolitischer Hinsicht. Ihr Ziel ist eine gleichberechtigte Kirche, in der Berufungen und Charismen von Frauen einen ebenbürtigen Platz haben.» Auch ihr massgebliches Mitwirken an Projekten wie «Für eine Kirche mit* den Frauen», «Gebet am Donnerstag» und dem «Laudato-sì-Garten» wird erwähnt.

Treffen an Schweizergarde-Vereidigung in Rom

Die Preisverleihung wird am 10. November um 16 Uhr im Kloster Fahr gefeiert. Als Ehrengast wird Bundespräsidentin Viola Amherd erwartet. Die beiden trafen sich im Frühling 2023 in Rom.

Bundesrätin Viola Amherd (3.v.l.) an der Vereidigung der Schweizergarde, 2023.
Bundesrätin Viola Amherd (3.v.l.) an der Vereidigung der Schweizergarde, 2023.

«Wir haben uns im Mai 2023 anlässlich der Vereidigung der Schweizer Gardisten getroffen», berichtet Irene Gassmann. «Ich durfte in der Vesper predigen und anschliessend kam ich mit Viola Amherd ins Gespräch.» Amherd habe sie eingeladen, am Kadertag des Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) im letzten Februar einen Impuls zu halten.»

Und nun revanchiert sich die Bundespräsidentin mit einem Besuch im Kloster. «Es freut mich ausserordentlich, dass die Bundespräsidentin am 10. November ins Kloster Fahr kommt und ein Grusswort bringt», so Priorin Irene. «Das ist für mich und die Schwestern vom Fahr eine grosse Ehre und Freude!»

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Priorin Irene Gassmann im Kloster Fahr | © Christian Merz
6. September 2024 | 16:47
Lesezeit : ca. 2  Min.
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