Man darf als Christ nicht lästern und scheinheilig sein – mahnt Papst Franziskus
Geschwätz und Lästereien passen nicht zum Christsein, ist der Heilige Vater überzeugt. Wer in der Kirche fromm bete, müsse auch im richtigen Leben nach diesen Vorgaben agieren. Andernfalls machten sich Christen unglaubwürdig.
Papst Franziskus hat die Christen vor Doppelmoral und Scheinheiligkeit gewarnt. «Man kann zum Beispiel nicht aus der Heiligen Messe kommen und schon auf dem Kirchplatz anhalten, um schlecht und bar jeder Barmherzigkeit über alles und jeden zu lästern», sagte Franziskus am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Unglaubwürdig sei es auch, wenn vermeintlich fromme Beter zu Hause ihre Familie mit Kälte und Distanz behandeln oder die alten Eltern vernachlässigen, die Hilfe und Beistand brauchen, mahnte der Papst.
«Das ist Ritualismus, der nicht dazu führt, dass man im Guten wächst.»
Weiter kritisierte er Menschen, die sich philanthropisch geben und vielleicht sogar ehrenamtlich arbeiten, aber im Innern voll Hass und Verachtung für die Armen sind oder sich unehrlich bei der Arbeit verhalten.
Um im christlichen Sinne «rein» zu sein, nütze es nichts, sich mehrmals die Hände zu waschen, wenn man danach böse Gefühle wie Gier, Neid und Hochmut oder schlechte Absichten wie Betrug, Diebstahl, Verrat, Lästerei oder Geschwätz hege. «Das ist Ritualismus, der nicht dazu führt, dass man im Guten wächst», gab der Papst zu bedenken.
Auf diese Weise reduziere sich die Beziehung zu Gott auf äussere Gesten, betonte Franziskus. Dabei schenke Gott den Menschen die wahre Reinheit nach dem Vorbild von Jesus, wenn sie ihm erlauben, jeden Schatten von Egoismus, von Stolz und Vorurteilen zu vertreiben. (cic)
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




