Papst Franziskus inmitten von Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt, 2018.
Schweiz

Die Minis unterwegs nach Rom

Sechs Jahre ist es her seit der letzten Mini-Wallfahrt nach Rom. Am Samstag sind nun rund 500 Minis aus der Schweiz mit dem Bus in Richtung Süden aufgebrochen. In Rom treffen sie auf rund 50’000 Minis aus aller Welt.

In diesen Tagen machen sich 50’000 junge Leute auf den Weg zum Papst nach Rom. Anlass ist die 13. Internationale Ministrantenwallfahrt, zu der sich junge Katholikinnen und Katholiken aus 20 Ländern von Sonntag (28. Juli) bis 3. August in der Ewigen Stadt treffen. Darunter sind rund 500 Ministrantinnen und Ministranten plus ihre Begleitpersonen aus der Schweiz.

Die jungen Pilger erwartet in Rom nicht nur ein buntes Programm aus Kirchen, Gelato und Vatikan, sondern auch Hitze. So soll es am Dienstag, dem Tag der Papstaudienz, 38 Grad heiss werden – gefühlt dürften es auf dem Petersplatz noch deutlich mehr sein. Durstwetter! Abhilfe schaffen sollen 50’000 Wasserflaschen, welche dann an die Jugendlichen verteilt werden. Ansonsten stehen jederzeit die sogenannten «Nasoni» zur Verfügung. Die Trinkwasserbrunnen stehen auf dem Petersplatz und überall in der Stadt. Zu finden auch per App. 

Trotz Hitze: Kirchenkompatible Kleidung

Auch Kirchenbesuche vermitteln den jungen Pilgern nächste Woche nicht nur spirituelle und kulturelle Erfahrung. In den alten Mauern ist es meistens auch wunderbar frisch – im Vergleich zu draussen. Dabei ist allerdings immer auf den Dresscode zu achten: Auch wenn leichte Kleidung angesagt ist, sie muss kirchenkompatibel sein.

Aus Respekt vor dem sakralen Ort müssen Schultern und Knie bedeckt sein. Bauchfrei, Spaghettiträger oder Tanktop und Shorts sind völlig ungeeignet, für Mädchen wie für Buben. Ein leichtes Foulard kann auf jeden Fall helfen, sich kurzzeitig konform herzurichten. Für die Papstaudienz gelten die gleichen Regeln.

Bad in der Menge, nicht im Brunnen

Schatten auf dem Petersplatz ist nachmittags Mangelware. Beim Anstehen ist man ohnehin in der prallen Sonne. Und ein Bad in den beiden Brunnen von Bernini und Maderna streng verboten. Wer sich aber neben sie postiert, kann immerhin auf leichten Wassernebel hoffen.

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Beim Warten auf dem Petersplatz können sich die Minis auch mit den farbenfrohen Fächern etwas kühle Luft verschaffen, die es bei jedem Souvenirhändler in Rom gibt. Viele Hitzegeplagte setzen auch auf Mini-Ventilatoren mit Batterien oder USB-Lademöglichkeit. Gegen die brennende Sonne helfen auch die bei Touristen beliebten Schirme mit japanisch angehauchtem Design aus Holz und Pergament.

Das Highlight und andere Höhepunkte

Das Highlight ist natürlich die Papstaudienz. «Die Papstaudienz ist für alle ein grosses Ereignis», sagt Nico Eggimann aus Weinfelden TG zu kath.ch. Er war schon zweimal dabei, 2015 und 2018: «Das Zusammensein mit Tausenden anderer Ministrantinnen und Ministranten auf dem Petersplatz ist ein super Erlebnis.»

Daneben gibt es noch andere Höhepunkte: Rom kennenlernen – die Spanische Treppe, Piazza Navona, Kolosseum, Petersdom, Sixtinische Kapelle, Katakomben, Pantheon und vielleicht ein Abstecher ans Meer oder nach Castelgandolfo, der Sommerresidenz des Papstes. «Am meisten aber freue ich mich auf das Zusammensein mit meinen Kolleginnen und Kollegen, auf die Dinge, die wir gemeinsam unternehmen», sagt Rahel Wicki aus Ruswil LU. Dazu zähle auch der Ausgang nach dem Abendessen. (kath.ch)


Papst Franziskus inmitten von Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt, 2018. | © Vera Rüttimann
27. Juli 2024 | 17:00
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