NIco Eggmann freut sich auf das Zusammensein mit Tausenden Minis auf dem Petersplatz.
Schweiz

Nico Eggmann aus Weinfelden: «Die Papstaudienz ist für alle ein grosses Ereignis»

Über 500 Jugendliche aus der Deutschschweiz nehmen an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teil. Mit dabei sind Rahel Wicki (18), Nico Eggmann (23) und Pascal Krucker (23). Sie freuen sich auf die Begegnung mit dem Papst, auf die Sehenswürdigkeiten und die Gemeinschaft – mit ihren Schweizer Kollegen, aber auch den Tausenden Ministrantinnen und Ministranten aus aller Welt.

Barbara Ludwig

Für Rahel Wicki aus Ruswil LU ist es die Premiere, während Nico Eggmann und Pascal Krucker aus Weinfelden TG bereits 2015 und 2018 an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teilnahmen. Nun steht nach sechs Jahren Pause die nächste Ausgabe des Grossevents vor der Tür.

50’000 Katholiken und Katholiken aus 20 Ländern nehmen teil, darunter auch über 500 aus der Schweiz. Am Samstag reisen die Schweizer Minis, die mit der Deutschschweizerischen Arbeitsgruppe für Ministrantinnenpastoral (Damp) unterwegs sind, mit Bussen in die Ewige Stadt.

«Italien ist ein schönes Land.»

Rahel Wicki hat sich hauptsächlich zur Teilnahme entschieden, weil «wir es bei den Oberminis gut haben. Wir sind eine coole Gruppe», sagt die 18-jährige Fachfrau Gesundheit in Ausbildung am Telefon. Ausserdem habe sie schon immer einmal nach Rom reisen wollen. «Italien ist ein schönes Land. Mir gefällt die Sprache.» Italienisch spricht Rahel Wicki, weil sie im Tessin bereits einen Sprachaufenthalt gemacht hat.

Rahel Wicki nimmt zum ersten Mal an der Ministrantenwallfahrt nach Rom teil.
Rahel Wicki nimmt zum ersten Mal an der Ministrantenwallfahrt nach Rom teil.

Rahel Wicki ist auch an den Sehenswürdigkeiten Roms interessiert, die Schweizer Minis auf verschiedenen Ausflügen besichtigen werden. Sie freue sich zudem auf den Tag am Strand und die Audienz mit Papst Franziskus.

Vorfreude auf gemeinsame Aktivitäten

«Am meisten aber freue ich mich auf das Zusammensein mit meinen Kolleginnen und Kollegen, auf die Dinge, die wir gemeinsam unternehmen», sagt sie. Dazu zähle auch der Ausgang nach dem Abendessen, aber natürlich werde sie da nicht über die Stränge schlagen – schliesslich gebe es jeden Tag ein intensives Programm, für das sie fit sein wolle.

Die Katholikin aus Ruswil engagiert sich bereits seit neun Jahren als Ministrantin. «Mir gefallen die Kerzenlichter und die schöne Atmosphäre, vor allem im Chorraum», berichtet sie.

«Super Erlebnis auf dem Petersplatz»

Nico Eggmann will die Ministrantenwallfahrt noch einmal erleben – weil er dieses Jahr die Chance habe, als Hilfsleiter seiner Gruppe mitzugehen. Und weil die letzte Wallfahrt nun doch schon länger zurückliege. Diese hat der Thurgauer in guter Erinnerung. «Das Zusammensein mit Tausenden anderer Ministrantinnen und Ministranten auf dem Petersplatz ist ein super Erlebnis», schwärmt er am Telefon.

Am meisten freue er sich auf die Begegnung mit Papst Franziskus am Dienstagnachmittag auf dem Petersplatz. «Die Papstaudienz ist für alle ein grosses Ereignis.» Rom sei kommende Woche voll von Menschen, die alle als Ministrantinnen und Ministranten einen Auftrag in der Kirche hätten. Auch die Besichtigung des Vatikan und der Besuch in der Schweizergarde seien interessant, sagt Nico Eggmann, der als Informatiker arbeitet.

Der Petersplatz voller Ministranten, 2018.
Der Petersplatz voller Ministranten, 2018.

Seit 13 Jahren schon engagiert er sich als Ministrant. Heute, mit 23 Jahren, sei er nicht mehr so oft im Einsatz wie früher, meist an Festgottesdiensten. «Ich bin eben auch noch als Techniker bei einer Band dabei, die Jugendgottesdienste musikalisch begleitet und an Weihnachten ein Musical aufführt», erklärt Nico Eggmann. Das brauche auch Zeit. Doch nun steht erst einmal Rom auf dem Programm.

«Es ist spannend den Stadtführern zuzuhören.»

Pascal Krucker ministriert ebenfalls seit 13 Jahren in der Kirche St. Johannes in Weinfelden. Heute allerdings – wie Nico Eggmann – nur noch selten. Er sei mittlerweile als Lektor aktiv und lasse gerne den Jüngeren den Vortritt beim Dienst am Altar. Die beiden letzten Rom-Wallfahrten seien «mega lässig» gewesen – und er gehe davon aus, dass es auch dieses Mal wieder so sein wird, sagt der 23-Jährige, der als Kundenberater bei einer Bank arbeitet.

Pascal Krucker ist beeindruckt vom Petersdom.
Pascal Krucker ist beeindruckt vom Petersdom.

Besonders faszinierten ihn die Erlebnisse auf den Stadtführungen. «Es ist spannend den Stadtführern zuzuhören, die eine Zeitlang in Rom lebten und uns ihr Wissen auf Schweizerdeutsch weitergeben.» Pascal Krucker hat die Stadtführer, die die Wallfahrt begleiten, bereits 2018 erlebt. Doch nun sei er etwas älter. «Darum interessieren mich die geschichtlichen Hintergründe mehr als beim letzten Mal.»

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Besonders freut sich Pascal Krucker auf den Besuch des Petersdom. Dieser sei sehr eindrücklich, allein schon wegen seiner Grösse, aber auch wegen der vielen Altäre, Orgeln und Verzierungen. Auch die Besichtigung des Quartiers der Schweizergarde sei spannend. «Das sind Räume, in die man sonst nicht Zugang bekommt.»


NIco Eggmann freut sich auf das Zusammensein mit Tausenden Minis auf dem Petersplatz. | © zVg
25. Juli 2024 | 17:00
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