Papst Franziskus würdigt die Schweiz
Seit letztem Jahr hat die Schweiz einen residierenden Botschafter am Heiligen Stuhl. Papst Franziskus zeigt sich in seiner Ansprache ans Diplomatische Corps dankbar für die Achtung, die die Schweiz damit zum Ausdruck bringt. Ein Foto zeigt Botschafter Denis Knobel direkt hinter Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Papst Franziskus hielt am Montagvormittag seine traditionelle Neujahrsansprache an das Diplomatische Corps im Vatikan. Dabei dankte das Kirchenoberhaupt verschiedenen Ländern, die im vergangenen Jahr einen residierenden Botschafter beim Heiligen Stuhl ernannt haben. Dazu zählt unter anderen die Schweiz.
«Ich bin (…) dankbar für die Achtung, die Ihre Länder dem Heiligen Stuhl entgegenbringen, die im vergangenen Jahr unter anderem durch die Entscheidung der Schweiz, der Republik Kongo, Mosambiks und Aserbaidschans zur Ernennung von residierenden Botschaftern in Rom (…) zum Ausdruck gekommen ist», sagte Papst Franziskus laut Redemanuskript in seiner Ansprache.
Denis Knobel und Stefan von Liechtenstein hören dem Papst zu
Seit letztem Jahr wirkt Denis Knobel als Botschafter der Schweiz beim Heiligen Stuhl. Er war bei der Ansprache des Papstes an die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten zugegen, ebenso Prinz Stefan von Liechtenstein. Er vertritt das Fürstentum Liechtenstein beim Heiligem Stuhl.
Lange kein residierender Botschafter in Rom
Knobel war bereits im März vergangenen Jahres ernannt worden. Ebenfalls im vergangenen Jahr eröffnete die Schweiz die Botschaft in Rom.
Zuvor gab es keinen residierenden Botschafter der Schweiz beim Heiligen Stuhl. Die Interessen der Schweiz vertrat ein Schweizer Botschafter von einem anderen Posten aus – zuletzt in Person von Denis Knobel von Ljubljana in Slowenien aus. Erst anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen beschloss der Bundesrat, eine eigene Botschaft in Rom zu eröffnen. (bal)
10.01.2023, 13.00 Uhr: Wir haben Aussagen ergänzt.
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