Kardinalsrat berät über Umsetzung der Kurienreform
Der Kardinalsrat des Papstes hat erstmals nach der Veröffentlichung der Kurienreform «Praedicate Evangelium» getagt. Themen waren die Ukraine, das Klima, die Rolle der päpstlichen Nuntien und der Frauen.
Zunächst hätten die Teilnehmer gemeinsam mit Papst Franziskus über die Lage in der Ukraine gesprochen, teilte das vatikanische Presseamt am Donnerstag mit. Später sei dann die Umsetzung der Kurienreform und deren Implementierung ab Juni beraten worden. «Praedicate Evangelium» war im März von Franziskus veröffentlicht worden und greift ab Pfingsten.
Kardinalsrat
An den Arbeitssitzungen nahmen neben dem Papst, der zeitweise wegen seiner Knieschmerzen ausfiel, die Kardinäle Giuseppe Bertello, Oscar Rodriguez Maradiaga (Tegucigalpa), Reinhard Marx (München), Sean Patrick O’Malley (Boston), Oswald Gracias (Bombay) und Fridolin Ambongo Besungu (Kinshasa) teil. Ausserdem der Sekretär des Rates, Bischof Marco Mellino. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin konnte aufgrund seiner Reise nach Mexiko nicht dabei sein.
Schwerpunkt Klima
Jeder der Teilnehmer aus Nord- und Lateinamerika, Asien, Afrika und Europa habe zudem etwas zur gesellschaftlich-politischen wie kirchlichen Lage in seiner Region beigetragen. Ein Schwerpunkt war der weltweite Klimawandel und der bevorstehende Klimagipfel COP27 in Ägypten im November.
Päpstliche Nuntien und Frauen
Ein weiteres Thema war der Mitteilung zufolge die Rolle vatikanischer Diplomatie in der aktuellen internationalen Situation. Ein besonderes Augenmerk habe der Rolle der päpstlichen Nuntien im Blick auf Politik und Kirche gegolten. Ebenfalls Thema war die Rolle von Frauen in der Kirche.
Der Kardinalsrat hatte seit Montagvormittag im Vatikan getagt. Die nächste Zusammenkunft des 2013 von Papst Franziskus gegründeten Gremiums ist für Juni vorgesehen. Vatikanstadt (CIC)
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