Papst trauert mit Österreich um erstickte Flüchtlinge

Rom, 30.8.15 (kath.ch) Papst Franziskus trauert um die 71 in Österreich umgekommenen Flüchtlinge. Die in einem Lastwagen erstickten Menschen, darunter vier Kinder, seien Opfer eines Verbrechens gegen die ganze Menschheitsfamilie, sagte er am Sonntag, 30. August, bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Er sei im Gebet für die Toten vereint mit der Kirche in Österreich. Darüber hinaus gedachte der Papst aller Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen «auf ihrer schrecklichen Reise» das Leben verloren haben.

Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich hat die ungarische Polizei einen fünften Verdächtigen gefasst. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann am Samstagabend festgenommen worden. Gegen den Bulgaren werde wegen Menschenschmuggels ermittelt. Am Freitag waren in Ungarn vier mutmassliche Schlepper festgenommen worden, drei Bulgaren und ein Afghane.

Der Kühllastwagen mit ungarischem Kennzeichen und dem Logo eines slowakischen Geflügelhändlers war am Donnerstag in einer Pannenbucht an einer Autobahn im Burgenland entdeckt worden. In dem Fahrzeug wurden 71 Leichen von Kindern, Frauen und Männern gefunden. (cic)

30. August 2015 | 17:56
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