Weihnachten | pixabay.com CC0

Weihnachten und seine Bedeutung

Weihnachten | pixabay.com CC0

An Weihnachten feiern wir das Fest der Geburt von Jesus von Nazareth. Jesus Christus, Gottes Sohn, kommt auf die Welt: Als Baby. An Weihnachten feiern wir, dass Gott Mensch wird.

Weihnachten und seine Bedeutung

An Weihnachten feiern wir das Fest der Geburt von Jesus von Nazareth. Jesus Christus, Gottes Sohn, kommt auf die Welt: Als Baby. An Weihnachten feiern wir, dass Gott Mensch wird.

Wann genau Jesus vor über 2000 Jahren geboren wurde, ist nicht überliefert. In der Bibel wird in den Evangelien von Lukas und Matthäus über diese Geburt berichtet. Der 25. Dezember wurde aber erst viel später als Festtag für Weihnachten festgelegt.

Weihnachten heisst so viel wie heilige, geweihte Nächte. Die Geburt Jesu bedeutet nach christlichem Verständnis die Menschwerdung Gottes. In Jesus hat sich Gott den Menschen als Mensch mitgeteilt und sich in ihre Geschichte hinein begeben.

Weihnachten ist das Fest der Liebe

Unsere Weihnachtsfeiern beginnen meistens bereits am 24. Dezember, dem Heilig Abend. Wir sprechen auch von der Heiligen Nacht. In den biblischen Geschichten sind es die Hirten und die Weisen oder Sterndeuter, die sich auf den Weg machten um Jesus, den Sohn Gottes, zu finden.

Die Geburt von Jesus soll sich in der Umgebung von Bethlehem zugetragen haben. In der knapp zehn Kilometer von Jerusalem entfernten Stadt steht heute die Geburtskirche.

Weihnachtsbegriffe
Gebete, Texte und Lieder zu Weihnachten

Die Geburt Jesu im Evangelium nach Lukas(Lk 2,1–11)

In jenen Tagen erliess Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heisst; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine grosse Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.


Gebet (Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtspredigt am 25.12.2005)

Gott ist so gross, dass er klein werden kann. Gott ist so mächtig, dass er sich wehrlos machen kann und als wehrloses Kindlein auf uns zugeht, damit wir ihn lieben können. Gott ist so gut, dass er auf seinen göttlichen Glanz verzichtet und in den Stall herabsteigt, damit wir ihn finden können und so seine Güte auch uns berührt, uns ansteckt, durch uns weiterwirkt.

Das ist Weihnachten: “Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.” Gott ist einer von uns geworden, damit wir mit ihm sein, ihm ähnlich werden können. Er hat das Kind in der Krippe zu seinem Zeichen gewählt: So ist er. So lernen wir ihn kennen.


O du fröhliche (Weihnachtslied) Melodie hören

O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Welt ging verloren,
Christ ward geboren,
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Christ ist erschienen,
Uns zu versühnen,
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Himmlische Heere
Jauchzen Dir Ehre,
Freue, freue dich, o Christenheit!


Dezember (von Erich Kästner)
Das Jahr ward alt. Hat dünnes Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund. Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man’s versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
“Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht.”


Alles still! (von Theodor Fontane)
Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.
Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.

Rezepte für die Weihnachtszeit

Weihnachten ist das Fest der Liebe und die geht bekanntlich durch den Magen. An Weihnachten wird gekocht, gebacken und genascht. Hier sind einige Rezepte zum Nachbacken.

Weihnachtsguetzli | © pixabay.com CC0

Butter-Guetzli

Lieblingsrezept von Norman, unserem Social-Media Manager

250 gr.
250 gr.
500 gr.
2
1 Packung
2 Teelöffel
Butter
Zucker
Mehl
Eier
Vanille-Zucker
Backpulver

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Handmixer verrühren. Ausrollen und ausstechen. Im Backofen bei 200 Grad gut 10 Minuten goldbraun backen.

Mandeln | © pixabay.com CC0

Mandel-Guetzli

 

50 gr.
200 gr.
100 gr.
100 gr.
1 Packung
1 Prise
1
Mandeln gemahlen
Mehl
Butter
Zucker
Vanillezucker
Salz
Ei

Ausser das Ei und die Mandeln alle Zutaten gut mit einem Handmixer verrühren. Für ca. 30 Minuten kühl stellen. Ausrollen und dem Eigelb bestreichen. Die geschälten Mandeln darüber geben. Im vorgeheizten Ofen bei 160 Grad 15 bis 20 Minuten backen.

Vanillekipferl | © pixabay.com CC0

Vanillekipferl

 

250 gr.
210 gr.
100 gr.
80 gr.
2 Packungen
1 Packung
2 Packungen
Mehl
Butter
Mandeln, gemahlen
Zucker
Vanillezucker
Puderzucker, zum Wenden
Vanillezucker, zum Wenden

Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Anschließend in Folie gewickelt 30 Minuten in den Kühlschrank legen. In der Zwischenzeit den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit zwei Päckchen Vanillezucker vermengen. Den Kipferlteig zu einer Rolle rollen und danach 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Scheibchen in Kipferl formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im Ofen bei 175°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen. Wenn die Kipferl beginnen zu bräunen, sind sie gut. Die Kipferl nun etwas abkühlen lassen und sie im Anschluss in die Puderzuckermischung wenden.

Backformen | © pixabay.com CC0

Brunsli

 

250 gr.
190 gr.
50 gr.
40 gr.
1/2 TL
2
Mandeln, gemahlen
Zucker
Puderzucker
Kakaopulver
Zimt
Eiweiss
Zucker für die Arbeitsfläche und zum Bestreuen

Die Zutaten für den Teig gut miteinander verkneten. Anschliessend 2 Std. in den Kühlschrank stellen. Die Arbeitsfläche mit Zucker bestreuen und den Teig darauf ca. 4 mm dick ausrollen. Zucker darauf rieseln lassen. Mit beliebige Förmchen ausstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 170°C (Umluft) ca. 7 Min. backen.

Pepparkakor| © Sylvia Stam

Pepparkakor (Schwedische Pfefferguetzli)

 

150 gr.
5 dl
2 dl
Je 1 EL
2 dl
1,5 l (900 gr.)
Butter / Margarine
Zucker
Melasse
Zimt, Ingwer, Gewürznelken, Backpulver
Wasser
Mehl

Butter, Zucker, Melasse und Gewürze zu einer geschmeidigen Masse rühren. Backpulver und Wasser hinzufügen. Das Mehl unter die Masse rühren, kneten. Über Nachte luftdicht verpackt ruhen lassen.
Dünn auswallen (max. 3mm), Figuren ausstechen. Da der Teig ein wenig elastisch ist, eignet er sich auch für sehr filigrane Figuren.
Bei 200-225 Grad 5-7 Minuten backen. Wenn die Spitzen der Figuren anfangen, dunkler zu werden, die Guezli aus dem Ofen nehmen.

Bücher, Links und Videos

für Kinder


Vom Engel, der immer zu spät kam
Andrea Schwarz

Die Weihnachtsmärchen für Gross und Klein. Geschichten, wie es nur wenige gibt: fröhlich und frech, anrührend und amüstant, heiter und hintergründig.

(bestellbar zum Beispiel bei Weltbild)

Das Weihnachtsgeheimnis
Jostein Gaarder

Eine der schönsten Geschichten für Advent und Weihnachten.

Joachim und sein Vater suchen nach einen Adventskalender. Doch alle sind ausverkauft – bis auf einen alten und handgefertigen Kalender bei einem Buchhänder. Beim Öffnen des ersten Türchens fällt ein kleiner, eng beschriebener Zettel heraus. Diese findet Joachim auch in den folgenden Türchen. Sie erzählen die Geschichte des Mädchen Elisabet, die in Norwegen zu einer Pilgerreise durch Raum und Zeit nach Betlehem zu Jesu Geburt aufbricht.

(bestellbar zum Beispiel bei Orell Füssli)

Die Kinder von Bethlehem
Sibylle Hardegger, Stephan Sigg

Eine Entdeckungsreise mit Geschichten und Bildern, Rätseln und Mitmach-Tipps.

(bestellbar zum Beispiel bei Weltbild)

für Erwachsene


Die Weihnachtsgeschichte
Anselm Grün

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas und Matthäus ist wohl die bekannteste Erzählung der christlichen Literatur. Mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Anselm Grün von der Verkündigung des Engels, der Geburt Jesu in Bethlehem, der Reise der drei Sterndeuter und schließlich von der Flucht nach Ägypten.

(bestellbar zum Beispiel bei exlibris)

Fest der Menschwerdung
Stephan Wahle</>

Was feiern Menschen an Weihnachten eigentlich? Stephan Wahle gibt in diesem Band einen Überblick über die verschiedenen Facetten des Weihnachtessen. Es schreibt über die biblische Weihnachtsgeschichte ebenso wie über familiäre Riten des Heiligabends.

(bestellbar beim Liturgischen Institut)

Videos

Das Weihnachts-Quiz
Weihnachten | pixabay.com CC0
Weihnachten | pixabay.com CC0
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