«Comics stehen bei Kids hoch im Kurs» | © Francesca Trento
Schweiz
«Comics stehen bei Kids hoch im Kurs» | © Francesca Trento

Zwingli-Comic für Kinder erscheint in zweiter Auflage

Luzern, 31.5.17 (kath.ch) Der Pfarrer Ulrich Zwingli aus dem Toggenburg prägte die Schweizer Kirchengeschichte dauerhaft. Der Verein «tut» hat eine Ausgabe seines gleichnamigen Kinder- und Jugendmagazins dem Schweizer Reformator gewidmet. Das Heft wird bereits in zweiter Auflage gedruckt.

«Ein Glaube versetzt Berge» heisst der Untertitel des «tut»-Hefts zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation. Dass dabei der Reformator Ulrich Zwingli im Zentrum steht und nicht der deutsche Martin Luther bietet sich bei einer Schweizer Publikation, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, an. Die Ausgabe findet Anklang, so Brigid Straub von der «tut»-Administration gegenüber kath.ch.

Zweite Auflage in Arbeit

Da das Reformationsjubiläum in der Öffentlichkeit eine recht grosse Aufmerksamkeit erfährt, wollte die Redaktion das Thema denn auch für Kinder zugänglich machen. Nebst der regulären Abonnenten-Auflage wurden in nur vier Tagen 2000 zusätzliche «Zwingli»-Hefte abgesetzt. Und da die Nachfrage weiter anhält, ist eine zweite Auflage in Arbeit.

«Comics stehen bei Kids hoch im Kurs.»

«Die absoluten Absatzzahlen in der ersten Phase der Publikation sind für uns nur ein Aspekt», sagt «tut»-Redaktionsleiterin Annett Staubach. Wichtig sei ihr und dem Team, dass die Zielgruppen optimal erreicht und für das Thema die richtige Art der Vermittlung gewählt wurden.

Zwingli ist noch katholischer Priester in Glarus | © Francesca Trento

Und das war für die Ausgabe über Zwingli das Comic: «Comics stehen bei Kids hoch im Kurs», so Staubach, und ergänzt: «Über diese Darstellungsform lassen sich komplexere Themen, die a priori für Kinder nicht so einfach zu vermitteln sind, spannend aufbereiten.»

Katholische und reformierte Käufer

Das Heft wird sowohl von katholischen wie auch von reformierten Religionslehrkräften bestellt und eingesetzt, begleitet von sehr erfreulichen Rückmeldungen, hält Brigid Straub fest. Das ist sicher eine positive Begleiterscheinung. Denn so könne die Aufmerksamkeit für das «tut» über die traditionell katholisch beheimatete Leserschaft hinaus noch einmal erweitert werden.

Vom Kind bis zum Priester

Das 36 Seiten starke Comic mit Texten von Annett Staubach und Zeichnungen von Rudolf Eizenhöfer präsentiert sich sehr frisch und ansprechend. Von der Kindheit Zwinglis über seine Ausbildung bis zur Anstellung als Priester am Zürcher Grossmünster wird der erste Lebensabschnitt des Reformators anschaulich geschildert.

Sterbender Zwingli

Auch das Wirken, die Pläne und Zweifel des Reformators sind leicht lesbar dargestellt, so dass die wesentlichen Inhalte der Zürcher Reformation nachvollziehbar sind. Und es macht auch vor dem blutigen Schluss nicht Halt: Das letzte Bild im Heft zeigt den sterbenden Zwingli in der Schlacht von Kappel am Boden liegend.

Die Reformation aber lebte weiter, heisst es im abschliessenden Text. – Und zur Vertiefung dieses bedeutenden Stücks Schweizer Kirchengeschichte lässt sich das neue Wissen ganz kindgerecht auch gleich in zwei Rätseln prüfen. (ms)

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