Zitat: «Niemand kann Menschen vor Ort besser begleiten als Seelsorger»

Solothurn, 23.2.18 (kath.ch) «Es ist unsere Aufgabe, Menschen vor Ort zu begleiten. Niemand kann dies besser als die Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort. Dabei sind sie aber nicht isoliert, sondern tauschen sich, wie in anderen Belangen der Seelsorge auch, untereinander aus. Seelsorge kann nicht über einen zentralen Administrativprozess erfolgen.»

Die Einzelfallprüfung beim Sakramentenempfang von geschiedenen Wiederverheirateten ist für den Basler Bischof Felix Gmür eindeutig Aufgabe der einzelnen Seelsorger. Daniel Bogner, Professor für Moraltheologie an der Universität Freiburg, hatte in einem Gastkommentar für kath.ch (13. Februar) vorgeschlagen, dazu beispielsweise auf Bistumsebene ein Gremium einzusetzen, welches die Einzelfallprüfung nach einer nachvollziehbaren Methode vornimmt. Ansonsten habe der einzelne Priester oder zuständige Pfarrer die gesamte Last und Verantwortung zu tragen und es könne zu Entscheidungen kommen, die willkürlich wirkten. Hintergrund ist die Diskussion um das päpstliche Schreiben «Amoris Laetitia». Gmür antwortete auf Anfrage von kath.ch. (sys)


 

Bischof Felix Gmür | © Bistum Basel
23. Februar 2018 | 12:08
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