Carmela Bonomi erklärt, wie das Fest Allerheiligen entstand.
Schweiz

Wie Licht und Hoffnung in den trüben November kommen

Kalt und grau ist der November. Christinnen und Christen pflegen in diesem Monat verschiedene Bräuche, die der Hoffnung Ausdruck verleihen oder Licht ins Dunkel bringen. Und sie feiern Feste wie Allerheiligen oder das Christkönigsfest. «Lichter im November» erscheint in der Reihe «So geht katholisch» auf YouTube. Verantwortlich ist Viviane Rivas, die seit 1. September als neue Multimedia-Produzentin von kath.ch arbeitet.

Barbara Ludwig

Der November sei kirchlich gesehen «ein Monat des Abschliessens und des Loslassens», weil in diesem Monat das Kirchenjahr endet, bevor es mit dem Ersten Advent neu beginnt. Das sagt Carmela Bonomi im neusten kath.ch-Video mit dem Titel «Lichter im November. So geht katholisch». Doch das ist nicht alles. «Gott sei Dank haben Christinnen und Christen schöne Bräuche und Feste, die in diesem trüben Monat Licht und Hoffnung ins Dunkel bringen.»

Kein Platz für alle Heiligen im Kalender

Bonomi nennt zunächst den Festtag «Allerheiligen», der am 1. November begangen wird. Weil es immer mehr Menschen gab, die von der katholischen Kirche heiliggesprochen wurden, sei es nicht mehr möglich gewesen, für jede und jeden von ihnen einen eigenen Namenstag im Kalender festzulegen. «Deswegen gibt es den 1. November, der als Feiertag für alle Heiligen und alle jene, die unbekannt heiligmässig gehandelt haben, gilt», erklärt sie die Entstehung des Feiertags.

Am letzten oder vorletzten Sonntag des Monats November feiere die Kirche zudem das Christkönigsfest. «An diesem Fest erinnern wir uns daran, dass Jesus Christus alle menschlichen Könige überdauert und sein Reich auf Gerechtigkeit und Friede baut.» Dieses Jahr ist Christkönig am 26. November.

Räbeliechtli-Umzug und Martinstag

Ein weiterer Lichtblick sei der Räbeliechtli-Umzug, bei dem die winterliche Dunkelheit mit einem Lichtermeer durchbrochen werde, sagt Carmela Bonomi. «Der Räbeliechtli-Umzug scheint durch mehrere Bedeutungen mit dem katholischen Glauben verbunden zu sein», vermutet sie. Zum Beispiel weil der Umzug um den 11. November herum stattfinde. Am 11. November ist Martinstag. Der Tag erinnert an den römischen Soldaten, der der Legende zufolge an einem kalten Wintertag seinen Mantel mit dem Schwert durchschnitt und die eine Hälfte einem frierenden Bettler schenkte.

Carmela Bonomi: "Ein kleiner Kerzenschein kann schon Hoffnung bringen."
Carmela Bonomi: "Ein kleiner Kerzenschein kann schon Hoffnung bringen."

Die Frohe Botschaft leben

«Ein kleines Licht kann schon unglaublich viel bewirken», findet Carmela Bonomi und empfiehlt den Zuschauern und Zuschauerinnen an dunklen Tagen eine Kerze anzuzünden. Und sie ermuntert zu mehr: «Auch wenn du selbst noch nicht heiliggesprochen wurdest, kannst du heilige Taten vollbringen, indem du die Frohe Botschaft Gottes lebst. Gott weiss und sieht es.»

Neue Multimedia-Produzentin Viviane Rivas

Viviane Rivas, Multimedia-Produzentin von kath.ch
Viviane Rivas, Multimedia-Produzentin von kath.ch

Das Video «Licht im November» ist von Viviane Rivas entwickelt und produziert. Sie führt damit die sehr erfolgreiche Reihe von Animationsvideos unter dem Titel «So geht katholisch» von Silvan Hohl weiter. Die neue Multimedia-Produzentin von kath.ch arbeitet seit 1. September 2023 im Newsroom in Zürich.


Carmela Bonomi erklärt, wie das Fest Allerheiligen entstand. | © Viviane Rivas
31. Oktober 2023 | 15:00
Lesezeit : ca. 2  Min.
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