Der heilige Valentin als Comic-Figur
Schweiz

Warum wir den Valentinstag feiern

Der 14. Februar gehört den Verliebten und Liebenden. Es ist der Valentinstag. Aber warum feiern wir dieses Fest eigentlich und wie kam es dazu, dass aus diesem frühchristlichen Brauch einer der kommerzialisiertesten Feste überhaupt wurde? Solchen Fragen ist Carmela Bonomi nachgegangen.

Silvan Maximilian Hohl

Der heilige Valentin – ein frühchristlicher Paartherapeut

Die Legende besagt, dass der heilige Valentin, Valentin von Rom, ein armer Priester war. Er heilte ein blindes Mädchen und schenkte jeweils Trost suchenden Menschen eine Blume aus seinem Garten.

Zu seiner Zeit war es verboten, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen. Doch Valentin widersetzte sich dem Verbot des Kaiser Claudius II., traute die Paare und half ihnen in Partnerschaftskrisen. Man kann sagen, er war eine Art frühchristlicher Paartherapeut.

Für die Trauungen, die er im Verbotenen durchführte, wurde er schliesslich enthauptet. Er verstarb am 14. Februar 269. Im Gedenken an den heiligen Valentin entstand dann der Valentinstag.

Bereits die Römer feierten den Tag der liebenden

Aber das Brauchtum, den Valentinstag zu feiern, geht eigentlich noch viel weiter zurück. Die Römer verehrten an diesem Tag nämlich die Göttin Juno, weil Mitte Februar die Paarungszeit der Vögel beginnt. Ihr wurden als Schützerin von Ehe und Familie an diesem Tag Blumen geopfert.

Im Mittelalter entwickelte sich dann die Tradition, Valentin als Patron der Liebenden zu feiern. Diese Tradition kam zunächst in Frankreich, Belgien und England auf und wurde im 14. Jahrhundert erstmals als «Valentine greetings» nachgewiesen.

In den USA kommerzialisiert

Richtig in Gang gekommen ist hier das Fest der Liebenden erst, als amerikanische Soldaten im Zweiten Weltkrieg den inzwischen kommerzialisierten Brauch von den USA nach Mitteleuropa brachten. Der Valentinstag als Tag der Liebenden wurde in der Schweiz erstmals 1949 gefeiert.

Heute ist der Valentinstag einer der kommerzialisierten Bräuche überhaupt. 2022 gaben allein die Meschen in den USA 23,9 Milliarden Dollar für entsprechende Geschenke aus.


Der heilige Valentin als Comic-Figur
10. Februar 2023 | 17:31
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