Uno verurteilen Hexerei und moderne Hexenverfolgung

Genf, 5.10.17 (kath.ch) Die Vereinten Nationen wollen der Hexerei und modernen Arten von Hexenverfolgung weltweit den Garaus machen. Es gehe darum, Menschenrechtsverletzungen einzudämmen oder zu verhindern, die durch schädliche Praktiken im Zusammenhang mit Hexerei bewirkt würden, teilte das Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte am Donnerstag mit.

Mehr als 100 Experten hätten dazu bei einem Treffen in Genf «wirksame» Vorschläge gemacht. Dazu gehöre die bessere Kontrolle der Arbeit traditioneller Heiler ebenso wie das Verbot von Zeitungsanzeigen für Personen, die Hexerei praktizierten. Gesetze müssten diesbezüglich überarbeitet werden, hiess es. Täglich gebe es weltweit entsprechende Menschenrechtsverletzungen. Dazu gehörten Tötungen, rituelle Verstümmelungen, Menschenopfer, Folter, unmenschliche und erniedrigende Behandlung sowie die Diskriminierung und Isolierung von angeblich verhexten Personen.

«Der Hexerei beschuldigt zu sein, ist eine Form von psychischer Gewalt und oft mit unbeschreiblichen Angriffen bis hin zur Folter verbunden», so die Menschenrechtsexperten der Uno. Dies betreffe neben Frauen auch Kinder. Selbst wenn diese die Attacken überlebten, würden sie oft stigmatisiert oder gezwungen, auf der Strasse zu leben. Bei dem Uno-Workshop in Genf berichteten unter anderem Vertreter aus Malawi, Nigeria, Tansania, Australien, Indien und Papua-Neuguinea über die schädlichen Auswirkungen von Hexerei. (kna)

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