Streit in Näfels: «Die Versammlung am Samstag war nicht rechtmässig»
Aus Sicht der Glarner Landeskirche ist die Pfarrwahl vom vergangenen Samstag ungültig. «Rechtliche Schritte bringen uns nicht weiter. Wir suchen ein Gespräch mit dem Kirchenrat», sagt Heinrich Stucki von der Landeskirche.
Raphael Rauch
Der Streit in der Näfelser Kirchgemeinde geht weiter. Die Landeskirche teilt auf Anfrage von kath.ch mit, an ihrer Rechtsauffassung habe sich seit letztem Wochenende nichts geändert: «Wir bleiben dabei: Die Versammlung am Samstag war nicht rechtmässig», sagt Heinrich Stucki von der Landeskirche. Entsprechend sei auch die Wahl von Stanislav Weglarzy zum Pfarrer ungültig.
Versammlung am 10. Juni
Die Landeskirche habe kein Interesse an einem langwierigen Rechtsstreit. «Rechtliche Schritte bringen uns nicht weiter. Das kostet nur Zeit, Geld und Nerven», sagt Heinrich Stucki. «Die Landeskirche ist an einer einvernehmlichen Lösung interessiert.»
Und wie könnte diese aussehen? Aus Sicht der Landeskirche ist nach wie vor die langjährige Kirchgemeindepräsidentin Daniela Gallati im Amt. Sie hat angekündigt, zum 30. Juni ihr Amt abzugeben. «Die nächste ordentliche Kirchgemeindeversammlung ist bereits auf den 10. Juni festgelegt. Dieses Datum steht unmittelbar vor der Tür.»
Wahl des Pfarrers soll bestätigt werden
Dann würden eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Daniela Gallati und vier Kirchenräte gewählt. «Ebenso soll die Wahl des Pfarrers rechtmässig bestätigt werden», sagt Heinrich Stucki. Er ist überzeugt: «So ein Streit schadet uns allen. Wir müssen das Gespräch suchen und eine gute Lösung für alle finden.»
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