Palmzweig | © 2015 KNA
Schweiz
Palmzweig | © 2015 KNA

Stichwort: Palmsonntag

Zürich, 9.4.17 (kath.ch) Der Palmsonntag wird eine Woche vor Ostern gefeiert. Er erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Mit dem Palmsonntag wird die Karwoche eröffnet, in welcher des letzten Abendmahls und des Todes Jesu gedacht wird.

Der Evangelist Matthäus schreibt über den Ritt Jesu auf einem Esel vom Ölberg hinunter in die Stadt: «Viele Menschen breiteten auf dem Weg ihre Kleider aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf die Strasse.»

Eine wachsende Neigung, die biblischen Berichte über Leiden, Tod und Auferstehung Jesu chronologisch nachzuvollziehen, führte wahrscheinlich bereits im vierten oder fünften Jahrhundert dazu, des Einzugs in Jerusalem in Form einer Prozession zu gedenken. Im elften und zwölften Jahrhundert war die Palmsonntags-Prozession in vielen Teilen des Abendlandes schon Tradition.

Die Liturgie beginnt mit einer Palmweihe; in der Schweiz werden dazu meist Buchsbaumzweige verwendet, im weiteren deutschen Sprachraum auch Stechpalmen und Weidenkätzchenbüschel. Nach deren Segnung folgt die Palmprozession. Diese Zweige, die in den Haushalten übers Jahr oft hinter ein Kruzifix gesteckt werden, werden im Jahr danach verbrannt. Die Asche wird für die Liturgie am Aschermittwoch verwendet. Es gibt Pfarreien, die explizit dazu auffordern, rechtzeitig vor Aschermittwoch die Zweige zu diesem Zweck im Pfarramt abzugeben.

Mit dem Palmsonntag, der eine Woche vor Ostern gefeiert wird, beginnt die Karwoche. Das Wort «Kar» stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet «Trauer», «Klage» oder «Kummer». Im Wortgottesdienst der Palmsonntagsliturgie wird erstmals in der Karwoche der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu gelesen. (kna/sys)

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