Simon Spengler | © Georges Scherrer
Schweiz
Simon Spengler | © Georges Scherrer

Simon Spengler: Nach Entlassung durch Bischofskonferenz bei Zürcher Katholiken willkommen

Zürich, 9.4.15 (kath.ch) Der Synodalrat der Katholischen Kirche im Kanton Zürich hat den Journalisten und Theologen Simon Spengler (52) zum Bereichsleiter des neugeschaffenen Ressorts «Kommunikation und Kultur» ernannt, wie einer Mitteilung vom Donnerstag, 9. April, zu entnehmen ist. Er tritt seine Stelle am 1. September 2015 an.

Simon Spengler führt ab September das Kommunikationsteam des Synodalrats, der Exekutiven der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, und trägt die Gesamtverantwortung für die interne und externe Kommunikation der Körperschaft, wie es in der Mitteilung heisst. Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Entwicklung von Kommunikationsstrategien und die Beziehungspflege zwischen Körperschaft und Öffentlichkeit. Er übernimmt seine neue Aufgabe im Umfang eines 80-Prozent-Pensums.

Profijournalist und Kirchenkenner

Der 52-jährige Simon Spengler hat in Freiburg i.Ü. das Theologiestudium abgeschlossen und besitzt ein Diplom für Journalistik. Er ist aufgrund seiner früheren Tätigkeiten als Bundeshausredaktor für den Sonntagsblick und den Blick ein ausgewiesener Kenner der schweizerischen Medienlandschaft und in der Kirche Schweiz bestens vernetzt. Zuletzt arbeitete Spengler ab April 2010 als Informationsbeauftragter der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und Sekretär ihrer Medienkommission.

Als solcher hatte er entscheidend zum Aufbau der neuen katholischen Medienzentren in Zürich, Lugano und Lausanne beigetragen. Spengler wurde gekündigt, weil die SBK die Aufgabenbereiche des Generalsekretariats infolge einer Umstrukturierung neu regeln wollte, wie sie in einer Mitteilung vom 5. Februar festhielt.

Zuvor von Bischofskonferenz entlassen

Die Entlassung Spenglers führte in Kirchenkreisen zu Protesten. Werner De Schepper, der fast zwei Jahre als Interimspräsident die Medienkommission der SBK geführt hatte, befand: «Die Entlassung Spenglers war hinterrücks und unchristlich». Er kündigte deswegen am 8. Februar für den 25. Februar seinen Rücktritt als Interimspräsident an.

Die Allianz «Es reicht!» – ein Zusammenschluss verschiedener, grosser katholischer Verbände, Vereine und Bewegungen, die sich eine grundlegende Reform ihrer Kirche wünschen – kritisierte am 9. Februar: Mit Simon Spengler sei «nicht nur ein Sprecher, sondern auch ein profilierter Denker und Theologe entlassen» worden, «der ebenso wichtige wie unliebsame Fragen gestellt und gewusst hat, dass die Kirche nur dann Kirche Jesu Christi sein kann, wenn sie sich nicht nur um die reine Lehre dreht, sondern sich auch den vielfältigen und oft genug bedrängenden Lebensrealitäten heutiger Menschen stellt». (rp)

 

 

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